WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli funktioniert auch als Kaufanreiz auf italienischen Flohmärkten. Der Mercedes-Fahrer erzählte vor dem Grand Prix von Ungarn der „Gazzetta dello Sport“ im Interview von dem ausgeprägten Geschäftssinn seiner jüngeren Schwester Maggie.
Sie habe vor Kurzem im Urlaubsort Riccione mit einer Freundin einen Flohmarktstand betrieben, verriet der 19-jährige Italiener. „Um mehr zu verkaufen, hat sie sich etwas einfallen lassen und den Leuten gesagt, wenn sie zwei Sachen statt einer kaufen, bekämen sie eine von mir signierte Postkarte als Geschenk dazu. Das hat super funktioniert, nach einer Stunde war alles ausverkauft“, berichtete er von dem Deal.
Antonelli und die Vettel-Tradition
Antonelli erzählte in dem Interview auch von einem besonderen Ritual: Der Teenager aus Bologna küsst vor jeder Ausfahrt seinen Dienstwagen. „Das Auto mag zwar nur ein Gegenstand sein, aber ich spüre eine Art spirituelle Verbindung zu ihm“, sagte er. „Wenn ich ihn gut behandle, wird er es mir zurückgeben. Ich habe ihm noch keinen Namen gegeben, aber ich möchte ihm einen geben - mal sehen, wie die Ergebnisse ausfallen und wie er dann heißen wird.“
Damit würde Antonelli an einer Tradition anknüpfen, die früher zum Beispiel auch Sebastian Vettel verfolgt hat. Der viermalige Weltmeister gab seinen Dienstwagen ebenfalls Namen. In seiner ersten vollen Saison bei Toro Rosso 2008 nannte der Hesse sein Auto „Julia“, bei Red Bull kam etwa die „geile Mandy“ hinzu, ehe sich bei Ferrari unter anderem „Margherita“ dazugesellte.
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