01.06.2019 - 23:33 Uhr
Deutschland und die WeltSport

"King" Klopps Krönung

Wenn es einer verdient hat, dann er. Jürgen Klopp ist nach dem Liverpool-Triumph einer der ganz Großen in der Trainer-Historie, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Jürgen Klopp hat das Ding.
von Josef Maier Kontakt Profil
Kommentar

Er hat vor Madrid seine letzten sechs Endspiele verloren: Die Bilanz eines „Loosers“. Doch Liverpools Trainer Jürgen Klopp als Verlierer zu bezeichnen, wäre wohl so ziemlich das Absurdeste. Und den Makel, dass er große Spiele nicht gewinnen kann, hat er mit dem Triumph – in einem schwachen Finale – gegen Tottenham ohnehin abgelegt.

Jürgen Klopp ist ein Mann, der eine Mannschaft wirklich besser macht. Schritt für Schritt. Seit er im Oktober 2015 beim FC Liverpool übernommen hat, hat er diesen Traditionsclub wieder zur ganz großen Nummer im Weltfußball geformt.

Und er hat einen Blick für Talente: Sadio Mané spielte quasi vor der Haustür des FC Bayern in Salzburg. Klopp holte ihn 2016 von Southampton und machte ihn zum Superstar. Mo Salah war beim AS Rom schon gut, Klopp perfektionierte den Ägypter. Freilich kann der Liverpooler Trainer wegen der TV-Geldschwemme in England kräftig investieren. 90 Millionen Euro gab er für den Abwehrhünen Virgil van Dijk aus. Besser kann man den Haufen Geld aber nicht anlegen.

Klopps Art ist sicherlich nicht jedermanns Sache: Seine Extrovertiertheit, seine Aggressivität und sein manchmal gewöhnungsbedürftiger Sarkasmus sorgen auch für Kritik. Seinen Spielern scheint die Mischung zu gefallen: Sie würden für ihren Coach alles tun.

Der deutsche Fußball ist in diesen Wochen und Monaten nicht mit Weltstars gesegnet. Jürgen Klopp ist derzeit eigentlich der einzige.

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