23.08.2019 - 20:39 Uhr
Köfering bei KümmersbruckSport

Trainerverwarnung ein "Regelwitz"

Roland Jobst vom SV Köfering hat einiges zu sagen, was die Regeländerungen und auch sonstige Umstände im Fußball angeht. Der Kreisklassentrainer nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Roland Jobst, Trainer des SV Köfering in der Kreisklasse Süd.
von Autor WFOProfil

Knapp verpasst hat der SV Hubertus Köfering in der vergangenen Saison sowohl den Aufstieg als auch den Pokalsieg. "Bei den neuen Regeln wäre es schon recht wünschenswert, wenn sie auch alle Schiris umsetzen würden, das braucht wohl noch Eingewöhnungszeit." So wird das Ballwegschlagen nicht immer mit der gelben Karte geahndet: "Da vermisse ich Konsequenz." Als einen regelrechten Regelwitz empfindet Jobst die mögliche Verwarnung eines Trainers, wenn sich Leute aus dem Umfeld aufführen. "Das kann ein Trainer so nicht im Griff haben, und wenn etwas Unpassendes hineingerufen wurde, dann ist es auch schon passiert." Sinnvoll war für Jobst dagegen die Änderung, das Torwartspiel im Strafraum und damit auch das Zeitspiel zu unterbinden.

"Unser Amateurfußball geht schweren Zeiten entgegen", hat Jobst wenig Optimismus. "Wenn ich an die Idee des Spielens 9 gegen 9 in den B- Klassen denke, muss ich mich fragen: Spielen wir dann in weniger Vereinen in 15 Jahren Kleinfeld? Es gibt weniger Kinder, weniger spielen Fußball und es gibt mehr alternative Aktivitäten - während es früher nix anders als Fußball gab."

Und mit der Denkweise der nachfolgende Generation hat es auch zu tun: "Beim Computer bist du dein eigener Chef und entscheidest selbst, beim Fußball musst du dich fügen und unterordnen." Jobst hält es für sehr schwierig, gegen diesen Trend anzusteuern und meint: Gerade im Jugendbereich werde es noch schwieriger, zumal die Fahrten auch immer weiter zu werden drohen. Daher sagt der Übungsleiter: "Wie es jetzt ist, das sollten wir einfach noch genießen."

Jedes Jahr hatte eine Mannschaft in der Kreisklasse um die Winterpause herum einen satten Vorsprung, das war die SG Ursulapoppenricht, davor der FC Schlicht und der SV Schmidmühlen. "Wir hoffen, dass dieses Jahr keine Mannschaft komplett abhaut", sagt Jobst und fügt lächelnd hinzu: "Und wenn doch, dass wir es sind!"

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