Weißenstadt
12.12.2025 - 14:25 Uhr
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Kreisliga: Mario Bächers Zeit bei der SpVgg Weißenstadt geht zu Ende

Trainer Mario Bächer verlässt nach drei Jahren die SpVgg Weißenstadt. Der Fuchsmühler prägte und stabilisierte sie in der Kreisliga und zieht aus persönlichen Gründen einen Schlussstrich – mit Dankbarkeit für Verein und Spieler.

Mario Bächer beendet nach der Saison seine Tätigkeit als Trainer beim Kreisligisten SpVgg Weißenstadt. Bild: Thomas Schrems
Mario Bächer beendet nach der Saison seine Tätigkeit als Trainer beim Kreisligisten SpVgg Weißenstadt.

Bei der SpVgg Weißenstadt aus der Kreisliga 2 des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth endet im Sommer eine intensive Zusammenarbeit: Der Oberpfälzer Trainer Mario Bächer wird sein Amt nach drei Jahren niederlegen. Der 56-Jährige aus Fuchsmühl, der die Oberfranken seit 2022 betreut, blickt mit großer Dankbarkeit auf seine Zeit zurück. „Ich hatte wirklich drei fantastische Jahre in Weißenstadt. Ich bin dankbar, dass ich diese Gruppe begleiten durfte. Das sind tolle Typen und ein großartiger Verein“, sagt Bächer.

In einer Liga, in der viele Teams mit bezahlten Spielern arbeiten, ist es ihm gelungen, eine komplett eigenständig zusammengestellte Mannschaft zu stabilisieren und dauerhaft als festen Bestandteil der Kreisliga zu etablieren. „Wir sind in der Liga fast schon Exoten, weil wir jedes Jahr aufs Neue unser Ziel, im Kreisliga Mittelfeld zu landen, ohne großen Kader erreichen“, betont er. Die Entscheidung, nach drei Jahren aufzuhören, fiel allein aus persönlichen Gründen. „Es ist der enorme Zeitaufwand und die vielen Kilometer Fahrt. Drei Jahre zehren an einem, irgendwann ist man einfach ausgebrannt, und mein Akku ist jetzt komplett leer“, sagt Bächer.

Besonders eindrücklich beschreibt er seinen Anspruch an die eigene Arbeit und zitiert einen guten Freund und Aufstiegstrainer des 1. FC Nürnberg: „Michael Köllner hat einmal gesagt: Egal ob du zweite Liga oder Kreisliga trainierst – wenn du es richtig machst, kostet es gleich viel Zeit und Gedanken. Und genauso habe ich es gehandhabt: immer zu 100 Prozent.“ Diese Haltung prägte seine Trainingsarbeit, den Umgang mit der Mannschaft und seine Präsenz im Verein. Bächer betont die emotionale Seite seines Abschieds: „Auf der einen Seite habe ich die Entscheidung getroffen, auf der anderen Seite hängt mein Herz an dieser traumhaften Truppe.“

Nach 40 Jahren am Sportplatz wolle er nun kürzertreten, ohne den Fußball komplett aufzugeben. „Als Schiedsrichter wird man mich weiterhin durchs Land wanken sehen“, sagt er mit einem Schmunzeln und wie immer mit einer gewissen Portion Humor. Für die SpVgg Weißenstadt bedeutet sein Rücktritt eine kleine Zäsur, doch Bächer wünscht sich eine sorgfältige Nachfolgeregelung: „Es wäre mir sehr wichtig, die Mannschaft in gute Hände zu übergeben.“

Am Ende überwiegt Dankbarkeit – für den Verein, für die Spieler und für die gemeinsame Zeit. „Ich bin wirklich dankbar, diesen Verein und diese Jungs kennengelernt zu haben.“ So endet eine Zusammenarbeit, die von Leidenschaft, Idealismus und gegenseitigem Respekt geprägt war und in Weißenstadt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange spürbar bleiben wird.

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