10.07.2019 - 16:08 Uhr
KulmainSport

SV Kulmain personell am Anschlag

Bereits in der abgelaufenen Saison schlug das Verletzungspech gnadenlos zu. Dennoch schloss der SV Kulmain die Spielzeit mit einem guten neunten Platz ab. Was aber nervt: Die Personalsituation wird einfach nicht besser.

Gute Miene zum bösen Spiel: Der Kulmainer Trainer Thomas Kaufmann muss kurz vor dem Saisonstart verletzungsbedingt auf sieben Leistungsträger verzichten.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Da kann Thomas Kaufmann noch so lange auf die Verletztenliste schauen - sie wird nicht kürzer Zehn Tage vor dem Saisonstart der Fußball-Bezirksliga Nord ist die Zahl der einsetzbaren Spieler beim SV Kulmain auf ein Minimum begrenzt. "Mir fällt mehr als die halbe Mannschaft aus", seufzt der Trainer. Alles wäre halb so schlimm, wenn die Rückkehr von Stammspielern zeitlich einzugrenzen wäre. Aber genau dies ist nicht möglich. "Die meisten haben Verletzungen, die nicht genau diagnostiziert werden können", sagt Kaufmann. So habe zum Beispiel ein Spieler Kniebeschwerden, "die mal weg sind, dann aber wieder zurückkommen."

Sowohl langjährige Leistungsträger als auch junge Talente sind von den diversen hartnäckigen Blessuren geplagt. Aktuell nicht zur Verfügung stehen Christoph Dumler, Nicolas Pusiak, Dominik Kastner, Maximilian Nicklas, Lukas Schmid, Nicolai Weber und Andreas Popp. Letzterer wird aufgrund eines Kreuzbandrisses in diesem Jahr auf keinen Fall mehr auflaufen können. Was hinzukommt: Mit Manuel Griener hat zum Saisonende ein erfahrener Akteur seinen Abschied aus dem Kader der ersten Mannschaft bekanntgegeben, Andreas Chudalla hat verletzungsbedingt mit dem Fußballspielen aufgehört.

Um den Kader aufzustocken, haben die SV-Verantwortlichen zuletzt mit einer Vielzahl von Fußballern aus der Region gesprochen. "Ich habe bestimmt 18 bis 20 Spieler kontaktiert", erzählt Kaufmann. "Aber wer wechseln will, geht lieber dorthin, wo es Geld gibt. Und selbst wenn dies in der Kreisklasse ist." Neuzugänge hat der SVK deshalb nicht zu verzeichnen. Mit Christian Materne und Stefan Serfling wurden lediglich zwei Spieler, die zuletzt nur noch in der zweiten Mannschaft kickten, reaktiviert.

Mit seiner Vermutung, dass die Vorjahresplatzierung nur sehr schwer zu wiederholen sein wird, könnte der Trainer deshalb richtig liegen. "Es wird heuer gegen den Abstieg gehen", vermutet Kaufmann angesichts der misslichen Personallage. Zudem, so gibt der Coach zu bedenken, sei die Bezirksliga um einiges stärker einzuschätzen als in der vergangenen Spielzeit. "Wir müssen uns zum Saisonstart durchmogeln", gibt Kaufmann die Marschroute vor. "Danach wird vieles davon abhängen, wie und wann unsere Verletzten zurückkommen."

Vorbereitungsspiele konnte der SV Kulmain bislang nur wenige bestreiten. Gegen den FC Eintracht Münchberg (Bezirksliga Ost Oberfranken) gab es eine 0:2-Niederlage, beim Turnier des TSV Kirchenlaibach ging die Kaufmann-Truppe als Sieger hervor. Nach einem 1:0 gegen den Kreisklassisten SSV Kirchenpingarten entschied Kulmain das Finale gegen den Gastgeber nach Elfmeterschießen für sich. An diesem Sonntag (16 Uhr) folgt der letzte Test beim SV Weidenberg (Kreisliga).

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