Deutschland und die Welt
07.04.2026 - 20:41 Uhr

Kurz nach Rücktritt: Ex-Nationaltrainer Lucescu gestorben

Rumäniens früherer Fußball-Nationaltrainer Mircea Lucescu ist tot. Erst vor wenigen Tagen war er bei einem Training zusammengebrochen und hatte daraufhin seinen Rücktritt erklärt.

Wenige Tage nach seinem Rücktritt als Rumäniens Fußball-Nationaltrainer ist Mircea Lucescu gestorben. Das teilte das Universitätskrankenhaus in Bukarest mit, wo der 80-Jährige behandelt worden war. Der Präsident des rumänischen Fußballverbandes, Razvan Burleanu, sprach in einer Mitteilung von einem schwarzen Tag für Rumänien und den Weltfußball. Lucescu sei nicht nur Trainer gewesen, sondern ein Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen.

Sein Gesundheitszustand hatte sich zuletzt rapide verschlechtert, nachdem er bei einem Training zusammengebrochen war. Wie rumänische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Krankenhauses berichteten, hatte Lucescu vor seiner geplanten Entlassung aus der Klinik am Karfreitag einen Herzinfarkt erlitten.

Schwere Herzrhythmusstörungen

Lucescu befand sich seit dem 29. März stationär im Universitätsklinikum. Dort waren schwere Herzrhythmusstörungen diagnostiziert worden.

Erst am Donnerstag voriger Woche hatte der rumänische Fußballverband mitgeteilt, dass Lucescu sein Amt als Nationaltrainer abgibt. Allerdings war der Vertrag ohnehin am 31. März ausgelaufen. In den Playoffs für die WM war Rumänien zuvor durch ein 0:1 gegen die Türkei ausgeschieden.

Lucescu arbeitete unter anderem bei Inter Mailand und in Istanbul

Mit seinem Rücktritt hatte Lucescu zuvor seine zweite Amtszeit als Rumäniens Auswahlcoach beendet. Er hatte schon von 1981 bis 1986 die rumänische Nationalmannschaft trainiert und sie 1984 zur EM geführt. 

Danach folgten Stationen als Trainer bei Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk, Besiktas Istanbul, Zenit St. Petersburg und Dynamo Kiew. Im Sommer 2024 hatte er erneut die Nationalmannschaft übernommen. Unter seiner Leitung gelangen elf Siege und ein Unentschieden bei sechs Niederlagen.

© dpa-infocom, dpa:260407-930-916565/1

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