13.09.2026 - 12:05 Uhr

Leichtathletik-WM nach München? Coe sieht starke Bewerber

Die Vergab der nächsten Leichtathletik-Weltmeisterschaften stehen unmittelbar bevor. München will sich gegen harte Konkurrenz durchsetzen.

Beim Kampf um die nächsten Leichtathletik-Weltmeisterschaften hat der deutsche Bewerber München harte Konkurrenz. Man habe „hervorragende, wirklich überzeugende Angebote auf dem Tisch“, sagte Weltverbands-Präsident Sebastian Coe kurz vor der Vergabe. „Wir haben ein Gremium, das alle Angebote geprüft hat und nun seine Empfehlung aussprechen wird.“

London? Rom? Nairobi? Oder doch München?

Am Dienstag werden die Weltmeisterschaften 2029 und 2031 vergeben. Außer München wurden von verschiedenen Seiten London, Rom und Nairobi als weitere Bewerber genannt. Sollte die Hauptstadt Kenias den Zuschlag erhalten, wäre das die erste WM in Afrika. Coe betonte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur seine Unabhängigkeit. Im Vorfeld hatte er aber erklärt, dass er „beste Erinnerungen“ an München habe. In Deutschland fanden 1993 (Stuttgart) und 2009 (Berlin) Weltmeisterschaften statt.

Der nächste Ausrichter für die zweite Auflage der Ultimate Championship als neuem Format ist ebenfalls offen. Ebenso das künftig, aber auch dann noch kompakte Programm, das mehr junge Zuschauer anziehen soll. Anders als eine WM mit mehr als einem Dutzend Sessions musste es für die drei Abende in Budapest auf 26 Einzel- und zwei Mixed-Staffel-Wettbewerben reduziert werden. Das rief Kritik aus den nicht berücksichtigten Disziplinen hervor. 

„Es gab unvermeidliche Diskussionen darüber, dass einige Disziplinen nicht dabei sind“, sagte der 69-jährige Coe. „Aber ich habe darauf hingewiesen, dass das nicht in Stein gemeißelt ist.“

Ultimate Championship als „Innovation Hub“?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband durfte sich gleich zum Auftakt über den Sieg von Hammerwerfer Merlin Hummel freuen. „Aus DLV-Sicht war bislang der Sieg von Merlin Hummel zum Auftakt ein besonderes Highlight“, sagte DLV-Vorständin Kristin Behrens auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

„Die Ultimate Championship kann ein wichtiger Innovation Hub für die Weiterentwicklung der Leichtathletik sein: kompakt, mutig inszeniert, mit neuen Formen von Content und Visualisierung und den Athletinnen und Athleten sichtbar im Mittelpunkt“, führte Behrens aus. Entscheidend sei nun, „genau zu schauen, was funktioniert hat und was verbessert werden sollte, was nachhaltig trägt und welche Impulse wir daraus mitnehmen können.“

© dpa-infocom, dpa:260913-930-678169/1

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