Update 18.04.2026 - 19:02 Uhr

Leuchtraketen aus HSV-Block: Polizei-Einsatz nach Nordderby

Nach dem Bundesliga-Duell zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV schießen HSV-Fans Leuchtraketen ab. Die fliegen Richtung Werder-Kurve und lösen einen Polizeieinsatz aus.

Polizei-Einsatz im Gästeblock nach dem Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV. Bild: Carmen Jaspersen/dpa
Polizei-Einsatz im Gästeblock nach dem Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV.

Wegen Leuchtraketen aus dem HSV-Fanblock wäre das Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV nach dem Schlusspfiff beinahe eskaliert. Es kam sogar zu einem Polizei-Einsatz im Gästebereich des Weserstadions.

Als der 3:1-Sieg der Bremer feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den benachbarten Tribünenblock mit Bremer Zuschauern. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten.

Werder-Spieler Pieper: „Das ist brutal gefährlich“

„Ich habe gesehen, dass einiges neben uns einschlug“, sagte Werder-Trainer Daniel Thioune. Sein Abwehrspieler Amos Pieper meinte: „Krasse Geschosse. Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist brutal gefährlich. Das muss nicht sein.“

Ein Vereinssprecher der Bremer sagte bei der Pressekonferenz in einer vorläufigen Bilanz: „Sachschäden ja. Personenschäden sind zumindest noch nicht bekannt. Von daher ist das noch glimpflich ausgegangen.“

Nach dem Abschuss der Leuchtraketen wollten sowohl Werder-Fans noch Richtung HSV-Block laufen als auch Hamburger Anhänger aus ihrem Stadionbereich herausdrängen. Die Polizei schritt jedoch ein und drängte mit mehreren Einsatzkräften in den Gästeblock. Der war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr voll besetzt. 

„Es war klar, dass es aufgeheizt ist: In der Situation, in der beide Vereine stecken. Es ist ein Nordderby. Wir spielen hier zu Hause“, sagte Pieper. „Trotzdem müssen ein paar Grenzen nicht überschritten werden.“

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962269/3

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