Update 10.08.2026 - 22:58 Uhr

Lückenkemper verpasst EM-Finale über 100 Meter deutlich

Ein Zeckenbiss Ende Juni bereitet Gina Lückenkemper in der EM-Vorbereitung lange Zeit Sorgen. In Birmingham ist das Finale nicht in Reichweite. Eine Britin holt sich den Titel.

Gina Lückenkemper wurde vor der EM von einem Zeckenbiss gebremst. Bild: Sven Hoppe/dpa
Gina Lückenkemper wurde vor der EM von einem Zeckenbiss gebremst.

Ex-Europameisterin Gina Lückenkemper hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham das Finale über 100 Meter klar verpasst. Die 29-Jährige lief im Halbfinale, für das sie automatisch qualifiziert war, 11,28 Sekunden und kam damit in der Gesamabrechnung nur auf den 15. Platz. Den EM-Titel bejubelte vor heimischem Publikum die Britin Amy Hunt in 11,00 Sekunden vor Ewa Swoboda aus Polen (11,02) und der Belgierin Delphine Nkansa (11,06).

Lückenkemper war da schon zum Zuschauen verdammt. „Ich habe nach den deutschen Meisterschaften keinen Hehl daraus gemacht, wie die Vorbereitung verlief. Deswegen bin ich echt zufrieden mit dem Rennen“, sagte sie nach ihrem Halbfinale.

Die beste deutsche Sprinterin der vergangenen Jahre wurde Ende Juni vor dem Diamond-League-Meeting in Paris von einer Zecke in den Hinterkopf gebissen. Das bremste sie danach wochenlang aus. Vor gut zwei Wochen kam sie bei den deutschen Meisterschaften in Bochum nur auf den dritten Rang.

Auch Haase im Halbfinale chancenlos

Auch Rebekka Haase war im Halbfinale ohne Chance. Die 33-Jährige lief schwache 11,36 Sekunden. Die erst 21-jährige Chelsea Kadiri war im Vorlauf ausgeschieden. Die einst für Deutschland startende und nach Portugal gewechselte Tatjana Pinto schied wie Lückenkemper in 11,28 Sekunden aus.

Lückenkemper gewann vor vier Jahren bei der Heim-EM in München sowohl Gold im Einzel als auch mit der Staffel. Vor zwei Jahren kam sie in Rom auf Platz fünf, 2018 holte die gebürtige Westfälin Silber.

In Birmingham konzentrieren sich die deutschen Sprinterinnen nun auf die Staffel. Das Frauen-Quartett gewann zuletzt Bronze bei Olympia 2024 in Paris und bei der WM im vergangenen Jahr in Tokio.

© dpa-infocom, dpa:260810-930-511052/2

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