26.08.2020 - 10:28 Uhr
Luhe-WildenauSport

SC Luhe-Wildenau schnappt sich zwei Kegeltalente

Auch wenn der Saisonstart verschoben ist, laufen beim Bayernligisten SC Luhe-Wildenau die Vorbereitungen auf die neue Kegelsaison. Der Ex-Zweitligist hat sich zwei vielversprechende Talente geangelt.

Die Neuzugänge der Luhe-Wildenauer Kegler für das Bayernligateam: Marco Maier (links) und Jan Sandler.
von Norbert DietlProfil

Mit einer total verjüngten Mannschaft versucht Zweitligaabsteiger SC Luhe-Wildenau in der neuen Saison sein Glück in der Kegler-Bayernliga Nord. Der 22-jährige Marco Maier Bestleistung 636 Holz) kehrt nach einjährigem Gastspiel beim Ligakonkurrenten SKC Gut Holz SpVgg Weiden nach Oberwildenau zurück. Und dann hat der SC noch ein richtiges Ass aus dem Ärmel gezaubert. Vom oberfränkischen Bezirksoberligisten Neuenmarkt bei Kulmbach kommt mit dem 18-jährigen Jan Sandler der amtierende Deutsche Jugendmeister U18 zum Sportclub.

Und was Sandler drauf hat, zeigte er bei seinem Heimdebüt am Samstag im Vorbereitungsspiel gegen den SKC Adler Eichenhüll (Bezirksoberliga Oberfranken). Er verbesserte seine persönliche Bestmarke (624) auf 634 Holz und trug so wesentlich zum klaren 7:1-Heimsieg und der neuen Mannschaftsbestleistung von 3644 Holz bei. Herausragend war auch der Auftritt von „Oldie“ Michael Grünwald, der mit 636 Holz ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung spielte. Patrick Fickenscher (576), Manuel Kessler (625), Daniel Wutz (587) und Marco Maier (586) sorgten dafür, dass der SC Luhe-Wildenau noch vor dem ersten Bayernligaspieltag gleich eine richtige Duftmarke setzte. "Alles unter Platz drei wäre für mich eine Enttäuschung", sagt Michael Grünwald in Hinblick auf die neue Saison. Obwohl die Oberwildenauer Kegler mit Ivan Bosko und Jiri Vicha (beide zurück nach Tschechien) zwei Stammkräfte verloren haben, so wurde mit den beiden „jungen Wilden“ wurde auf jeden Fall adäquater Ersatz verpflichtet.

Einen ersten Dämpfer haben die Oberwildenauer aber schon bekommen. Der Verbandssportausschuss hat in einer außerordentlichen Sitzung den ursprünglich für den 12. September geplanten Saisonstart für alle bayerischen Keglerligen in den Oktober verschoben (wir berichteten). Eine Umfrage bei den Kegelclubs hat ergeben, dass von den insgesamt 483 Bahnanlagen in Bayern aktuell mindestens 58 für den Spielbetrieb nicht zur Verfügung stehen. Der Grund liegt dabei in erster Linie an der noch fehlenden Freigabe seitens der Bahnbetreiber für den Sportbetrieb, teilweise können Schutz- und Hygienestandards nicht umgesetzt werden. Von 557 gemeldeten Mannschaften sind damit derzeit 76 nicht in der Lage, komplett oder mit einem Teil der Mannschaften den Spielbetrieb aufzunehmen. Am Saisonende wird es keine Absteiger geben, der Aufstieg wird regulär vollzogen. Verbandsmeisterschaften auf Landesebene finden 2021 nicht statt. Ob auf Bezirks- bzw. Kreisebene Titelkämpfe durchgeführt werden, wird gesondert entschieden. Für die Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga, die unter dem Dach des DKBC spielen, verbleibt es zunächst noch beim Saisonstart 13. September.

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