01.03.2020 - 19:30 Uhr
Luhe-WildenauSport

SC-Zweitligakegler nicht mehr zu retten

Luhe-Wildenau vergibt in Erlangen-Bruck letzte Chance - Gesamtleistung für 2. Bundesliga zuwenig

von Norbert DietlProfil

Aus und vorbei. Der SC Luhe-Wildenau unterliegt beim FSV Erlange-Bruck mit 5:3 (3509:3350) und kann jetzt bei nur noch drei ausstehenden Spielen auch rechnerisch den Klassenerhalt in der 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte nicht mehr schaffen. Nach erneut nur einjähriger Ligazugehörigkeit geht es für die Oberwildenauer wieder zurück in die Bayernliga.

Und dabei hatte alles so vielversprechend angefangen. Patrick Fickenscher und Manuel Kessler eröffneten für die Gäste aus der Oberpfalz und rangen mit jeweils 2:2 Satzpunkten aufgrund der höheren Holzzahl die Heimvertretungen nieder. In einer über drei Bahnen recht ausgeglichenen Begegnung zehrte Fickenscher von seinem Ergebnis auf Bahn zwei (152:130) und erkämpfte sich gegen Alexander Schmidt und dem nach dem 60. Wurf eingewechselten Michael Ilfrich einen Vorsprung von 14 Holz. Ähnlich auch Manuel Kessler, der sein zweites Ergebnis (168:156) gegen Michal Bucko am Ende mit 607:601 Holz ins Ziel rettete. Mit 2:0 und 20 Holz Vorsprung ging es in den Mitteldurchgang, in dem dann das Oberwildenauer Debakel seinen Anfang nahm. Daniel Wutz bekam Robin Straßberger einfach nicht in den Griff. Die 163:133 Holz auf der vierten Bahn hatten nur kosmetischen Charakter. Einen richtig bitteren Nachmittag erwischte auf den Parallelbahnen aber Jiri Vicha. Er, der es ansonsten gewöhnt ist seine Gegner zu beherrschen, bekam von seinem Landsmann Radek Dvorak eine Lehrstunde geboten. 4:0 und 616:510 waren ein Endergebnis, mit dem das Spiel nicht nur gedreht, sondern für die mit ganz viel Herz um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber bei einem Vorsprung von 89 Holz schon entschieden war. Da Gert Erben seine Schulterverletzung noch nicht ganz überstanden hatte, konnte er für Vicha auch nicht eingewechselt und so vielleicht Schadensbegrenzung betrieben werden. So begann Erben im Schlussdurchgang, musste nach 60 Wurf aber gegen Lukas Biemüller verletzungsbedingt das Feld räumen. Der eingewechselte Ivan Bosko bekam seinen Gegner auch nicht in den Griff, so dass weitere 70 Holz an die Gastgeber gingen. Das spannendste Spiel lieferten sich Michael Grünwald und Heiko Gumbracht. Nach drei Bahnen führte Grünwald mit 2:1 Satzpunkten, nach Kegelpunkten stand es 448:448. In einem Herzschlagfinale trennten sich die beiden Kontrahenten auf Bahn vier dann mit 151:151, so dass bei unentschiedenem Spielausgang der Mannschaftspunkt mit 2,5:1,5 an Grünwald ging. Bei einer Differenz von 159 Kegelpunkten gab es am Ende am verdienten Sieg der Erlangener, die damit auf den letzten Nichtabstiegsplatz der Tabelle kletterten, nichts zu beanstanden. Was der SC Luhe-Wildenau in der Gesamtschau bot, hatte mit Zweitliganiveau nichts zu tun.

Einzelergebnisse:

Alexander Schmidt/Michael Ilfrich – Patrick Fickenscher: (132:134, 130:152, 130:124, 137:133) 529:543 – Satzpunkte: 2:2 – Mannschaftspunkte: 0:1;

Michal Bucko – Manuel Kessler: (163:147, 156:168, 121:136, 161:156) 601:607 – 2:2 – 0:2;

Robin Straßberger – Daniel Wutz: (142:136, 157:140, 142:132, 133:163) 574:571 – 3:1 – 2:1;

Radek Dvorak – Jiri Vicha: (142:119, 150:137, 161:135, 163:119) 616:510 – 4:0 – 2:2;

Heiko Gumbrecht – Michael Grünwald: (144:161, 150:132, 154:155, 151:151) 599:599 – 1,5:2,5 – 2:3;

Lukas Biemüller – Gert Erben/Ivan Bosko: (148:127, 144:138, 144:131, 154:124) 590:520 – 4:0 – 3:3;

Kegelpunkte: 3509:3350; Voll: 2267:2210 – Abräumen: 1242:1140 – Fehler: 10:22 – Satzpunkte: 16,5:7,5 – Mannschaftspunkte: 5:3

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