06.05.2019 - 13:16 Uhr
MoosbachSport

SpVgg Moosbach ist endlich am Ziel

Mit der Meisterschaft in der A-Klasse Ost verwirklicht die SpVgg Moosbach einen Traum. Ein Trainerwechsel, viele Tore und ein guter Zusammenhalt tragen zur Rückkehr in die Kreisklasse bei.

Die SpVgg Moosbach machte vorzeitig die Meisterschaft in der A-Klasse Ost fest und freut sich über die Rückkehr in die Kreisklasse.
von Sebastian SchellProfil

Die SpVgg Moosbach hat es geschafft und den Meistertitel in der A-Klasse Ost eingefahren. Der knappe 2:1-Sieg gegen den TSV Püchersreuth beseitigte auch die letzten Zweifel und lässt die SpVgg nach etlichen erfolglosen Anläufen und acht Jahren Abstinenz wieder in die Kreisklasse zurückkehren.

„Wir sind verdammt glücklich, dass wir es geschafft haben. Sowohl heute wie auch die gesamte Saison war es nicht einfach. Wir haben auch die nötige Portion Glück gehabt. Dennoch sind wir ein verdienter Meister“, sagte Sportlicher Leiter Martin Köppl nach dem Schlusspfiff.

Zuvor sahen die 120 Zuschauer ein schnelles und hochklassiges A-Klassenspiel, in dem die beste Offensive (SpVgg) auf die stärkste Defensive (TSV) traf. Lediglich Schiedsrichter Uludag war an diesem Tag nicht in Höchstform. Zwei unnötige Gelb-Rote Karten in einem äußerst fairen Spiel stießen bei beiden Fanlagern nicht auf Gegenliebe.

Kevin Vogel brachte seine Farben früh mit einem sehenswerten Heber in Führung (8.). Im weiteren Verlauf ging es hin und her und der zuletzt zehn Spiele ungeschlagene TSV kämpfte sich in Person von Jürgen Käs mit dem Ausgleich zurück (75.). Am Ende setzte aber Moosbach mit dem bereits 93. Saisontreffer den Schlusspunkt. „Wir wollten unbedingt unsere Serie verteidigen, was mit dem letzten Aufgebot aber sehr schwer war. Gratulation nach Moosbach zur Meisterschaft, sie waren heuer am konstantesten“, sagte TSV-Kapitän Josef Kellner.

Der Moosbacher Top-Torjäger Jakub Hradek verwandelte in der Schlussminute einen Elfmeter zum Siegtreffer, sein 32. Saisontor. Hradek bildete zusammen mit Kevin Vogel (17) und Jiri Bartra (14) das gefährlichste Offensivtrio der A-Klasse Ost. „Unsere beiden tschechischen Akteure machen natürlich oft den Unterschied. Ich will aber betonen, dass sie sich super ins Team integrieren und dazu gehören. Das war bei früheren Importspielern anders. Deswegen sind der Zusammenhalt und Teamgeist unser großes Plus gewesen, auch wenn es mal nicht so gut lief, ,umschreibt Köppl das Moosabcher Erfolgsrezept.

Dabei sah es zu Saisonbeginn erneut nach einem erfolglosen Anlauf der SpVgg aus. Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen folgte ein Wechsel auf der Trainerbank. Mit Erhard Bock und Helmut Meindl übernahm ein Duo die Aufgab von Vorgänger Karsten Völkl. Was folgte, war ein sagenhafter Lauf mit bis dato 21 Partien in Folge ohne Niederlage. „Wir haben kaum etwas anders gemacht als vorher. Die Jungs haben an uns und sich geglaubt und sich in einen Rausch gespielt. Es ist schön, dass wir nach 2011 endlich wieder in eine Liga mit vielen Derbys und kurzen Wegen zurückkehren“, freut sich Bock auf die Kreisklasse Ost. In dieser will die SpVgg wieder auf eine gute Mischung aus eigenen Akteuren aus der Jugendfördergemeinschaft sowie Akteuren aus dem Nachbarland setzen.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.