24.06.2026 - 15:11 Uhr

Mourinho über Mbappé, seine Liebe zu Real und die WM

Es ist das erste Interview von „The Special One“ nach seiner Rückkehr zu Real Madrid. Was José Mourinho gerade bewegt, verrät er in der „Vanity Fair“.

José Mourinho freut sich auf seine Rückkehr nach Madrid. (Archivbild) Bild: Richard Sellers/PA Wire/dpa
José Mourinho freut sich auf seine Rückkehr nach Madrid. (Archivbild)

Startrainer José Mourinho will bei seiner Rückkehr zu Real Madrid vor allem den zuletzt von den Real-Fans kritisierten Kylian Mbappé unter seine Fittiche nehmen. „Über Kylian Mbappé kann ich nur sagen, dass er ein phänomenaler Spieler ist, und ich werde versuchen, ihm zu helfen, noch besser zu werden“, sagte der 63-jährige Portugiese im Interview der „Vanity Fair“.

Die Fans der Königlichen hatten den französischen Fußball-Nationalspieler Mbappé, der bei der WM bisher vier Tore erzielte, am Ende der abgelaufenen Saison öfter ausgebuht. Viele Real-Anhänger stehen dem Ausnahmekönner zunehmend kritisch gegenüber. Es gab auch eine Petition mit dem Titel „Mbappé out“, die den sofortigen Rauswurf des Angreifers forderte.

Er kenne die Vorgänge nur aus den Medien, so Mourinho. „Jetzt ist es an der Zeit, ganz ruhig zu sein, zu analysieren, zu kommunizieren, Fragen zu stellen und zu beantworten und einen offenen und ehrlichen Dialog zu führen“, sagte er. „Denn letztendlich möchte ich den Spielern, der Mannschaft und dem Verein helfen, besser zu werden.“

Mourinhos Liebe zu Real und WM-Verzicht

Mourinho übernimmt ein zweites Mal das Traineramt bei Mal Real Madrid. Er war nach dem Triple mit Inter Mailand im Sommer 2010 zu Real gewechselt und hatte den Verein insgesamt drei Jahre geführt. „Letztendlich leugne ich nicht, dass ich Real Madrid liebe, und das ist der Grund für meine Rückkehr. Und wenn wir von Real Madrid sprechen, sprechen wir von Fußballgeschichte, von Fußballerbe“, sagte Mourinho, der in seiner Karriere unter anderem auch den Erzrivalen FC Barcelona, FC Chelsea, Manchester United, Tottenham Hotspur, AS Rom und zuletzt Benfica Lissabon trainiert hatte.

Mbappé und andere seiner bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmenden Spieler wird er nicht vor Ort beobachten. „Ich mache mir Sorgen um verschiedene Dinge, aber ich habe mich selbst dazu entschieden, fernzubleiben. Ich reise nicht einmal in die drei Länder, in denen die Weltmeisterschaft stattfindet“, erklärte Mourinho. „Ich sage nur: Dem Weltmeister gebührt der Respekt, den er verdient, ganz unabhängig von allem anderen. Und ich bleibe ruhig. Ich beobachte. Ich schaue einfach nur zu.“

© dpa-infocom, dpa:260624-930-275981/1

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