München
08.10.2026 - 06:55 Uhr

Bayern-Coach Kompany zur Kimmich-Diskussion: „Mini-Debatte“

Vincent Kompany hält die Debatte um Joshua Kimmichs Rolle in der Nationalmannschaft für übertrieben. Warum der Bayern-Coach gelassen bleibt.

Bayern-Trainer Vincent Kompany (l) mit seinem Antreiber Joshua Kimmich. (Archivbild) Bild: Tom Weller/dpa
Bayern-Trainer Vincent Kompany (l) mit seinem Antreiber Joshua Kimmich. (Archivbild)

In der Diskussion um den Stellenwert von Joshua Kimmich in der Nationalmannschaft sieht Bayern-Trainer Vincent Kompany viel Lärm um Nichts. „Ich versuche ganz oft rauszubleiben aus Mini-Debatten, weil das sind Mini-Debatten“, sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei RTL/Sky Sport.

Einen Einfluss auf den FC Bayern sieht der Belgier keineswegs. „Ich glaube, dass es andersrum ist, dass die Nationalmannschaft beeinflusst ist von dem, was in einem Verein passiert“, sagte Kompany.

Konkurrenz aus dem eigenen Club

Kimmich war bei den Spielen gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) nicht Teil des Kaders. Der 31-Jährige hatte nur zum Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheim gegen die Griechen (0:1) gehört.

Mit einem neu formierten und sehr gut harmonierenden Mittelfeld mit dem Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz hatte die DFB-Auswahl in München beim 2:0 gegen Serbien den ersten Sieg gefeiert.

Kahns Gefühl

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn sahen Kimmich in der Debatte um seinen Stellenwert unter Druck. Kahn meinte, er habe das Gefühl, dass der Bayern-Profi „nicht mehr hundertprozentig“ einen Stammplatz habe.

In den Augen von Matthäus muss Kimmich sich wie andere auch immer wieder beweisen. „Wenn Kimmich die Leistung bringt, dann ist er natürlich gesetzt. Wenn Pavlovic stärker spielt und Bischof oder irgendein anderer, und Klopp sieht ihn in der Position von Kimmich, dann wird es Kimmich auch schwer haben“, sagte der 65-Jährige. „Aber Joshua hat für mich in Amsterdam abgeliefert, war für mich der beste deutsche Feldspieler. Und deswegen sehe ich jetzt nicht diese Diskussion.“

Für Michael Ballack, einst ebenfalls Spielführer der DFB-Auswahl, heißt Klopps Entscheidung „nicht, dass er ihn schwächt“. Gleichzeitig meinte er mit Blick auf die anderen Mittelfeldakteure: „Es gibt Spieler, die ihn auch schnell überholen können.“

© dpa-infocom, dpa:261008-930-806698/1

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