Bundestrainer Jürgen Klopp hat sich gegen Kritik an der Rolle seines langjährigen Beraters Mark Kosicke beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewehrt. „Ich bin mir sicher, wir werden in einem Jahr über seine Rolle nicht mehr diskutieren, weil dann der Einfluss erkennbar sein wird“, sagte Klopp bei Sky am Rande des Bundesliga-Auftaktspiels zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart.
Auf die Frage, wie die Aussage von Uli Hoeneß, dass es nach einem „Friendly Takeover“ beim DFB aussehe, angekommen sei, antwortete Klopp: „Ja gar nicht, mir ist das auch völlig egal. Ich verstehe das total, es ist alles in Ordnung. Die Leute beurteilen Dinge, bevor wir irgendwas gemacht haben.“
Viele Neue im Team würden Vorschusslorbeeren erhalten, „und Mark wird so ein bisschen kritisch beäugt, weil es die Rolle nicht gab“, sagte der 59-Jährige: „Ich kann mich erinnern, in der Phase, wo noch nicht ganz klar war, wer macht es und so weiter, da hieß es immer: Man kann nicht nur den Trainer wechseln. Dann wechseln wir nicht nur den Trainer und dann sagen sie: 'Das hätten wir ja jetzt auch nicht machen müssen'.“
Darum ist Kosicke für Klopp so wichtig
Er arbeite seit 20 Jahren mit Kosicke zusammen. Dieser sei in bestimmten Bereichen „der Beste, den ich je getroffen habe“, bekräftigte Klopp: „Wir müssen hier besser spielen und uns um alles andere auch kümmern, und ich bin Spezialist für bestimmte Bereiche. In anderen Bereichen gibt es bessere Menschen - und einer davon ist Mark Kosicke und deshalb ist er dabei.“
Klopps langjähriger Berater war vom neuen Bundestrainer als eine Art Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation vorgestellt worden und saß bei der Vorstellungspressekonferenz in Frankfurt in der ersten Reihe. In der DFB-Mitteilung zu Klopp tauchte der Name Kosicke und dessen Funktion aber nicht auf. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass Kosicke ein „externer Mitarbeiter“ sein werde, der freilich „jeden Zugang im Verband“ erhalten werde. Neuendorf bezeichnete Kosicke als „wichtige Schnittstelle“ und bekannte: „Es war ganz klar, dass die beiden so eng miteinander verwoben sind, dass sie nur im Paket zu haben sind.“
Das hatte unter anderem Hoeneß kritisiert. „Was mir in der Geschichte nicht gefällt, ist, dass sein Berater Marc Kosicke mit eingekauft wurde.“ Er wisse nicht genau, was Kosicke da machen soll, sagte Hoeneß: „Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch.“
© dpa-infocom, dpa:260828-930-599296/1














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