Thomas Müller sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft noch in der Entwicklung und daher nicht als Titelfavorit bei der anstehenden WM. Angesprochen auf das Team von Bundestrainer Julian Nagelmann und einen Vergleich zum Titel-Turnier 2014 sagte der 36-Jährige: „Wo ich schon eher Parallelen zu einer WM 2010 sehe als zu der 2014er, ist, dass diese Mannschaft als solche jetzt nicht super gemeinsam gereift ist, sondern der Weg beginnt eigentlich irgendwo erst.“ Der frühere deutsche Auswahl-Stürmer ergänzte: „Es schreit jetzt für mich nicht schon nach: Oh ja, Finale ist gebucht.“
Bei einer Veranstaltung des Nahrungsergänzungsmittels Superum, dessen Markenbotschafter Müller ist, schilderte er im Rückblick auf 2014: „Also wir hatten vom Gefühl her die Spieler, die Achse, die waren alle so ein bisschen mehr an ihrem Höhepunkt dran.“ So weit sei Nagelsmanns Team nicht. „Jetzt hast du sehr viele talentierte Spieler, ja, nennen wir Musiala, Wirtz, wie sie alle heißen, die alle so ein bisschen auf dem Weg sind.“
Blamage wie 2018 und 2022? Das meint Müller
Von dem Weltmeisterteam von vor zwölf Jahren in Brasilien ist nur noch Torhüter Manuel Neuer übrig. 2010 in Südafrika war Deutschland im Halbfinale am späteren Weltmeister Spanien gescheitert und dann Dritter geworden.
Dennoch traut Müller der Nationalmannschaft in Nordamerika eine bessere Rolle zu als noch 2018 und 2022, als die K.-o.-Phasen verpasst worden waren. „Also in der Vorrunde sehe ich keinen Stolperstein“, sagte er. Die DFB-Auswahl trifft in der Gruppenphase auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador.
Deshalb ist Müller nervös
Müller, der nach vielen Jahren als Bayern-Star nun in der nordamerikanischen Major League Soccer bei den Vancouver Whitecaps spielt, fliegt in dieser Woche wieder über den Atlantik. Bei der WM ist er als Experte für MagentaTV im Einsatz. „Die Lust ist groß“, verriet er. „Es ist für mich auch das erste Mal in einer anderen Rolle. Deswegen bin ich auch leicht nervös.“
© dpa-infocom, dpa:260608-930-189791/1







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