Der 1. FC Heidenheim steht nach der verpassten Überraschung beim 3:3 gegen den FC Bayern München vor einer äußerst schwierigen Ausgangslage im Abstiegskampf. Doch selbst Trainer Frank Schmidt hatte die Auswirkungen des Last-Minute-Gegentors zum Ausgleich unmittelbar nach Abpfiff nicht vollständig im Blick.
„Ich bin zwar gelernter Bankkaufmann, aber so schnell kann ich nicht rechnen“, sagte Schmidt und machte damit deutlich, dass ihm die möglichen direkten Konsequenzen des späten Unentschiedens zunächst nicht klar waren. Er ging davon aus, dass Heidenheims Bundesliga-Abenteuer am Sonntag noch nicht enden könnte.
Sollten aber der FC St. Pauli gegen den FSV Mainz 05 und der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg gewinnen, wäre der Abstieg des FCH besiegelt. Denn am letzten Spieltag spielen die beiden Konkurrenten noch gegeneinander. „Um ehrlich zu sein, ist mir das auch egal. Mich interessieren andere Plätze nicht“, sagte der Coach.
Anstatt sich mit Rechenspielen zu beschäftigen, legte Schmidt den Fokus auf die aufsteigende Formkurve des eigenen Teams. „Der Blick auf die Tabelle lohnt sich sowieso nur am Schluss“, betonte er. Nach den Leistungen der vergangenen Wochen zeigte er sich weiter zuversichtlich: „Wenn wir so weitermachen, traue ich uns zu, die letzten zwei Spiele zu gewinnen - und schauen wir mal, was der Punkt heute am Ende noch wert ist.“
Zuspruch von Kompany
Moralische Unterstützung erhält er von Bayern-Coach Vincent Kompany, der die mentalen Herausforderungen im Tabellenkeller hervorhob. „Dieser Druck ist nicht vergleichbar mit einem Champions-League-Halbfinale“, sagte der Belgier, der mit den Münchnern am Mittwoch gegen Paris Saint-Germain um den Finaleinzug spielt. Er verwies auf die enorme Belastung im permanenten Kampf gegen den Abstieg, den er aus seiner Zeit beim FC Burnley kennt.
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