19.11.2018 - 17:37 Uhr
NabburgSport

Derby-Jubel beim TV Nabburg

Der 4:0-Derbysieg im Stadtduell gegen den SV Diendorf ist ein perfekter Jahresabschluss für die Elf von Trainer Walter Bauer. Der hatte nach dem Abstieg aus der Kreisliga schlimmste Befürchtungen um seine Nabburger.

Unaufhaltsam: Nabburgs David Malcat (links) stürmt am Diendorfer Felix Gollwitzer vorbei und vollendet zum 1:0 für den TV.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Am Tag nach dem klaren Derby-Triumph gegen den SV Diendorf in der Kreisklasse Nord war Walter Bauer, langjähriger Trainer des TV Nabburg, bester Laune. "Rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit haben wir noch einmal ein richtig erwärmendes Spiel abgeliefert", lobte er seine Truppe. Im Hinspiel war der TV in Diendorf noch mit 1:4 unterlegen gewesen. "So ist das eben im Fußball. Des einen Freud' ist des anderen Leid. Und im nächsten Spiel schaut's genau andersrum aus", wagte Bauer einen Ausflug ins Reich der Fußball-Philosophen.

Die Stimmung beim Stadtduell sei sowohl auf dem Platz als auch unter den 150 Zuschauern sehr freundschaftlich geblieben. "Nach dem Spiel standen Nabburger und Diendorfer zusammen und haben die 90 Minuten noch einmal Revue passieren lassen. Der ein oder andere hat die Feierlichkeiten dann noch im Sportheim fortgesetzt." Die Partie an sich war nicht nur für Bauer eine klare Angelegenheit. Nach verhaltenem Beginn brachten ein "wunderschöner Spielzug mit einem entscheidenden Steilpass" sowie ein abgefälschter Torschuss den TV Nabburg auf die Siegerstraße. Der zweite Durchgang geriet letztlich zur einseitigen Nummer: "Wenn wir ehrlich sind, hatte Diendorf während der gesamten Spielzeit fast keine Chance. Unser Sieg war hochverdient", resümierte Bauer.

Viel wichtiger als der Prestigeerfolg war für den Nabburger Coach aber die Tatsache, dass mit nunmehr 32 Zählern der Klassenerhalt mehr oder weniger in trockenen Tüchern ist. "Als Absteiger läuft man gerne mal Gefahr, durchgereicht zu werden. Und so abwegig war das nach unserem miserablen Saisonstart auch nicht. Insofern bin ich froh, dass wir uns in der Kreisklasse akklimatisiert haben."

Angesichts von acht Zählern Rückstand auf die punktgleich die Tabelle anführenden Pfreimd II und Silbersee formuliert Bauer auch keine allzu hehren Ziele für die noch ausstehenden acht Partien nach der Winterpause. "Wir wollen den ein oder anderen, der aktuell vor uns liegt, ein bisschen ärgern und unseren Fans noch ein paar 'Zuckerler' bieten. Für einen Angriff dürfte unser Rückstand aber bereits zu groß sein." Stattdessen rückt Bauer andere Ziele in den Fokus. "Es gilt, nachrückende Jugendspieler an die Herrenmannschaften heranzuführen und ihnen Spielpraxis zu verschaffen. Dazu halten wir aber auch nach dem ein oder anderen Neuzugang Ausschau. Unser Kader ist doch sehr klein und verzeiht keinerlei Ausfälle." Genug zu tun für den erfahrenen Coach - damit es auch nach dem nächsten Stadtderby wieder was zu feiern gibt.

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