08.12.2019 - 20:10 Uhr
NabburgSport

HSG-Handballerinnen drehen nach der Pause auf

Eine Halbzeit lang läuft bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld vieles schief. Doch dann geben die Gastgeberinnen richtig Gas.

Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld besiegten den TV Erlangen-Bruck mit 31:28. Hier erzielt Verena Luley einen ihrer sieben Treffer.
von Tanja SöllnerProfil

Nach einer überragenden, kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit gewannen die BOL-Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld ihr Heimspiel gegen den TV Erlangen-Bruck mit 31:28 (13:16).Die Auswechselbank des Gastgebers war am Samstag aufgrund Erkrankung einiger Spielerinnen sehr dünn besetzt. Die Gäste aus Franken traten zunächst vorsichtig gegen den Tabellenführer auf. Die 6:0-Abwehr der HSG-Damen agierte in der ersten Spielhälfte viel zu leichtfertig. Die Abstimmung zwischen stimmte nicht, so dass die Gäste immer wieder über Kreisanspiele zum Torerfolg kamen und immer selbstbewusster wurden.

Eine Umstellung der Defensive brachte nicht den gewünschten Erfolg und man musste etliche Siebenmeter hinnehmen. Nach 15 Spielminuten hatte sich der TV Erlangen regelrecht warm gespielt und die HSG-Damen lagen mit 8:10 im Hintertreffen. Ab diesem Zeitpunkt lief gar nichts mehr. Im Angriff scheiterte man regelmäßig an der gegnerischen Torfrau und binnen kürzester Zeit zogen die Mittelfränkinnen sogar auf 8:14 davon. Es fiel den HSG-Damen schwer, in dieser ersten Hälfte ihr gewohnt schnelles Spiel gegen kämpferisch starke Gäste aufzuziehen. Zahlreiche Fehlwürfe kamen erschwerend hinzu und man lief immer einem Rückstand hinterher. Zum Seitenwechsel führte der TV mit 13:16 und die Stimmung war etwas gedämpft.

"Wir waren in der Abwehr einfach zu langsam und mussten immer wieder einfache Kreisanspiele hinnehmen", sagte HSG-Trainer Karl Söllner über die ersten 30 Minuten. "Wenn die Defensive nicht funktioniert, können wir auch kein konsequentes Aufbauspiel betreiben."

Doch die HSG-Damen kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Bereits nach zwei Minuten hatte man den Ausgleich zum 16:16 geschafft. Ab diesem Zeitpunkt sahen die Zuschauer wieder die gewohnte Stärke der HSG-Damen. Das Blatt wendete sich und man merkte, dass die Heimmannschaft den Sieg wollte. In der Offensive gab es exakte Kreisanspiele, welche durch eine sehr gute Verena Luley verwandelt wurden. Zwar musste man oft in Unterzahl agieren, was aber der Dominanz der Gastgeber keinen Abbruch tat. Carina Czichon überragte durch etliche Einzelaktionen.

Ab dem Spielstand von 22:22 gab man das Zepter nicht mehr aus der Hand. Selbst als die HSG-Damen nur zu viert auf dem Feld standen, kassierten die Gäste zwei Gegentore. Acht Minuten vor Spielende hatte man sich beim 28:23 ein Polster aufgebaut, welches man sich auch nicht mehr nehmen ließ. Am Ende stand ein verdienter 31:28-Sieg zu Buche. "Hätten wir in den ersten 30 Minuten in der Abwehr nicht so zaghaft agiert, wäre das Spiel bestimmt klarer verlaufen", meinte Söllner.

Tore HSG: Carina Czichon 10, Verena Luley 7, Anja Hirschmann und Tanja Söllner je 5/1, Marie Frummet und Carina Schopper je 2.

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