25.09.2019 - 21:12 Uhr
NabburgSport

HSG und HV: Ambitionierte Handball-Nachbarn

Der HV Oberviechtach und die HSG Nabburg/Schwarzenfeld starten am Samstag in die neue Handball-Saison. Während beide Herrenteams in der Bezirksliga oben ranschnuppern wollen, gibt es bei den Damen in der BOL einen klaren Favoriten.

Die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld von Trainer Karl Söllner gelten nicht nur für die Nachbarn des HV Oberviechtach als Topfavorit auf den Landesliga-Aufstieg.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Es geht wieder los: Am Samstag, 28. September, kämpfen die Handballer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld und des HV Oberviechtach wieder um Punkte. Dabei gehen sowohl die Damen als auch die Herren der beiden Nachbarvereine in der jeweils gleichen Liga an den Start: die Damen in der Bezirksoberliga, die Herren in der Bezirksliga. Dabei geht das Damenteam des HVO künftig mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie auf Torejagd. Martin Streit löste nach dem Ablauf der Saison 2018/19 Josef Bauer ab. Bislang trainierte Streit die weibliche A- und B-Jugend, künftig also die Damen I sowie weiterhin die A-Jugend. "Wir erhoffen uns von dieser Personalie, dass junge Spielerinnen frühzeitig im Seniorenbereich eingebaut werden", sagte Spielleiter Mario Baier. Das wird auch gleich notwendig, da sich einige "ältere Spielerinnen" in die zweite-Damenmannschaft zurückgezogen hätten. Da trifft es sich gut, dass mit Torfrau Carolin Dobmeier, Marie Streit und Jessica Pflug drei Spielerinnen aus der A-Jugend aufrückten, und auch Carina Hauser, Sophie Last und Magdalena Streit (Rückkehrerin vom ESV Regensburg) neben ihren Pflichten in der Jugend Erfahrung bei den Damen sammeln sollen. In der Vorbereitung hätten die Nachwuchsspielerinnen bereits angedeutet, dass sie dem HVO weiterhelfen. "Zunächst steht für uns der Nichtabstieg über allem. Wenn wir aber im vorderen Mittelfeld landen würden, hätten wir da auch nichts einzuwenden", legte Baier die Messlatte bewusst etwas höher. Erster Prüfstein ist am Samstag (16 Uhr) in heimischer Halle die SG Regensburg. Für den Titel in der BOL hat er auch schon einen ganz heißen Tipp parat: "Die HSG Nabburg-Schwarzenfeld ist für mich der Topfavorit. Nach dem knapp verpassten Aufstieg und mit guten Neuzugängen werden sie es heuer vermutlich packen."

Dort nimmt man die Favoritenrolle gerne an. "Wir wollen auf jeden Fall um den Titel mitspielen. Allerdings gibt es da mit der SG Regensburg und der SG Naabtal weitere Vereine, denen das ebenso zuzutrauen ist", sagte Heiner Fleischmann, der für den gesamten Spielbetrieb bei der HSG verantwortlich zeichnet. Zuversichtlich stimmt die HSG-Verantwortlichen, dass der unglücklich verpasste Aufstieg aus der Vorsaison ad acta gelegt und das Stammpersonal gehalten werden konnte. Vielmehr hat der Kader von Trainer Karl Söllner dank der Neuzugänge Anja Hirschmann (1. FC Nürnberg), Tanja Weiherer (Rückkehrerin von der SG Mintraching/Neutraubling) und Carina Schadeck (Wiedereinstieg nach Babypause) mehr Tiefe. "Wenn nichts außergewöhnliches passiert, werden wir oben mitspielen." Schmerzlich vermisst wird weiterhin Nathalie Fleischmann, die einzige Linkshänderin, die wegen eines Achillessehnenrisses noch länger pausieren muss. Der erste Schritt für eine erfolgreiche Saison soll gleich am Samstag (17.15 Uhr) im Sportpark Schwarzenfeld getätigt werden, wenn Aufsteiger HC Weiden zum Derby gastiert.

Einen bitteren Abstieg hatten dagegen die HSG-Herren zu verkraften. Doch Trübsal blasen kommt für Fleischmann gar nicht in Frage: "Wir wollen aus dem Abstieg in die Bezirksliga das Beste machen und junge Spieler aus der A-Jugend im Herrenteam integrieren." Bewerkstelligen sollen das Florian Sturm und Martin Strejc, das neue Spielertrainer-Duo, das den glücklosen Christian Zachmann abgelöst hat. Mit Nils Keller von der SG Naabtal ist zudem ein externer Neuzugang schon am Samstag (19.15 Uhr) daheim gegen den HC Weiden mit von der Partie. Zwar sei die Vorbereitung wegen der langwierigen Trainersuche nicht optimal verlaufen, doch das Saisonziel formuliert Fleischmann dennoch vorsichtig optimistisch. "Wir wollen uns stabilisieren. Wenn wir im oberen Tabellendrittel mitmischen und unseren Zuschauern attraktiven Handball bieten, liegen wir absolut im Soll." Der direkte Wiederaufstieg ist für die HSG vermutlich außer Reichweite. "Der TB Roding dürfte in dieser Saison nur ganz schwer zu schlagen sein", hat Fleischmann seinen Favoriten schon im Kopf.

Dies sieht Mario Baier vom HV Oberviechtach ähnlich. Der Spielleiter und Co-Trainer der Herren erwartet "eine super interessante Saison". Neben seinem HV ("Wir wollen unter die ersten Drei.") traut er auch den Nachbarn von der HSG Nabburg-Schwarzenfeld oder dem 1. FC Neunburg den Sprung nach ganz oben zu. Doch der Topfavorit ist für Baier der TB Roding. "Die haben ganz schön aufgestockt und dürften nur schwer zu schlagen sein." Seit Anfang Juni trimmt Jan Vetrovec seine Akteure, damit sie am Samstag (14 Uhr) bei der TS Regensburg gleich eine Topleistung abrufen können. Jannick Uschold und Lucas Bindl aus der eigenen Jugend sowie Rückkehrer Tobias Fink (aus der A-Jugend des ESV Regensburg) sollen den Etablierten Feuer machen. Da keine Abgänge zu verzeichnen waren, herrscht großer Konkurrenzkampf im 18-Mann-Kader des HV. Aber nur so kann ein möglicher BOL-Aufstieg realisiert werden.

Oberviechtachs Trainer Jan Vetrovec (im Bild mit Ronny Maaß) will in der Bezirksliga ein Wörtchen um den Titel mitreden.

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