08.04.2019 - 16:26 Uhr
NabburgSport

HSG-Patzer zur Unzeit

Ist das bitter: Am vorletzten Spieltag schwächeln die Handballerinnen aus Nabburg und Schwarzenfeld beim Derby in Burglengenfeld. Die Chance auf den Titel in der Bezirksoberliga ist somit (fast) dahin.

Die Damen der SG Naabtal gewannen das Derby in der Bezirksoberliga gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld mit 23:21. Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts. In dieser Szene kämpfen Tanja Söllner (HSG, rotes Trikot) und Annalena Hornauer (SG Naabtal) um den Ball.
von Tanja SöllnerProfil

Rabenschwarzes Wochenende für die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Durch die 21:23-Niederlage bei der SG Naabtal rutscht die Truppe von Trainer Karl Söllner vor dem letzten Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz ab. Das Fernduell mit dem HC Forchheim (26:23-Sieg bei der HG Eckental) um die Meisterschaft ist mit großer Wahrscheinlichkeit verloren, da die Oberfranken am nächsten Wochenende gegen die SG Rohr/Pavelsbach die leichtere Heim-Aufgabe zu bewältigen haben. Für die HSG-Damen, die den Tabellenvierten SG Regensburg II empfangen, dürfte es so schwer werden, sich den ersten Platz zurückzuerobern. Nur der Erstplatzierte hat das Recht, in die Landesliga aufzusteigen - somit deutet sich für die HSG ein schmerzhaftes Ende eines bislang so starken Saison an.

In Burglengenfeld gegen die SG Naabtal lief es für die HSG-Damen zu Beginn sehr gut. Die Defensive stand sicher und kompakt, was der SG Schwierigkeiten bereitete. Die ersten 15 Minuten gestalteten sich ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten so ihre Probleme im Angriffsspiel. Nach 18 Minuten hieß es 7:7. Bereits im ersten Abschnitt kennzeichneten viele Fehlwürfe das Spiel der HSG. Die Heimmannschaft konterte jede Fehl-Aktion der Söllner-Mädels mit einem Tor und zog auf 11:8 davon. Doch die HSG-Damen zeigten Kampfgeist und glichen bis zur Pause zum 11:11 aus. "Uns war die Bedeutung dieses Spiels von Beginn an bewusst. Jede Spielerin hat gewiss alles gegeben. Aber wir waren nicht locker genug. Unsere Nervosität stieg mit den zahlreichen ausgelassenen Torchancen, die wir in dieser Menge so noch nicht hatten", haderte Söllner mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Der Pausenstand war noch nicht sonderlich aussagekräftig, doch die HSG erspielte sich nicht den nötigen Respekt. Die Abwehr stand sehr gut, aber in der Offensive mangelte es an Inspiration und Treffsicherheit. Binnen kürzester Zeit lag die SG wieder mit drei Toren vorn (15:12). Vor allem in Überzahlsituation agierten die Gäste zu hektisch, was die SG sofort mit einem Gegentreffer bestrafte. Obwohl sich das Offensivspiel im Laufe der zweiten Spielhälfte merklich besserte, überwogen weiter die ausgelassenen Torchancen. Der Pfosten und die gegnerische Torfrau waren standen den HSG-Damen zu oft im Weg. Immer wieder galt es, einen Rückstand aufzuholen. Als die HSG in der 53. Minute in Führung ging (20:19), schien die Partie sich in ihre Richtung zu entwickeln. Doch es fehlten abermals Souveränität und Cleverness, um die Partie erfolgreich zu Ende zu spielen. Die SG Naabtal gewann mit 23:21 und raubte den HSG-Damen somit (vermutlich) die Chance zum Titel.

"Naabtal war ein schlagbarer Gegner. Die Mannschaft hätte es auf die gesamte Saison gesehen verdient gehabt. Diese Niederlage und die verspielte Meisterschaft sind ein herber Rückschlag. Jetzt gilt es, dieses Spiel zu verarbeiten, damit die Saison am nächsten Samstag mit einem Sieg vor heimischem Publikum abgeschlossen werden kann", sagte ein enttäuschter Trainer Söllner.

HSG-Torschützen: Nathalie Fleischmann 7/2, Anna Stubenvoll 7/4, Carina Czichon 5, Kerstin Schill und Theresa Fröhlich je 1.

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