11.10.2020 - 20:20 Uhr
NabburgSport

Kreisliga West: Manfred Widegger lässt den TV Nabburg spät jubeln

Es bleibt spannend im Kampf um den zweiten Platz hinter dem FC OVI-Teunz. Sowohl die SG Schönthal-Premeischl, der TV Nabburg als auch die Schwandorfer Eintracht landeten Siege. Aussetzen mussten dafür die Sportfreunde Weidenthal-Guteneck.

In der Kreisliga West Cham/Schwandorf tobt ein heißer Kampf um den zweiten Tabellenplatz.
von Autor AHOProfil

In den fünf Begegnungen der Kreisliga West gab es am Sonntag ausnahmslos Heimerfolge. Wegen seines Pokaleinsatzes gegen den Bayernligisten DJK Gebenbach pausierte der FC OVI-Teunz (46). Sein schärfster Verfolger bleibt die SG Schönthal/Premeischl (37), die sich im Heimspiel gegen den SC Ettmannsdorf II (21) zu einem 1:0-Erfolg mühte. Für den Verlierer wird es jetzt eng im Abstiegskampf, zumal der TSV Nittenau (23) beim spannenden 4:3 über den FC Neunburg (23) einen ganz wichtigen Dreier einfuhr. Erst spät in der Nachspielzeit sicherte sich der TV Nabburg (35) den 3:2-Heimerfolg über den abstiegsgefährdeten TSV Tännesberg (19). Keine Chance hatte der FC Schmidgaden (24) beim 1:5 gegen die FT Eintracht Schwandorf (35). Und auch der TV Wackersdorf (31) hielt sich zu Hause schadlos, er besiegte den Tabellenletzten SG Gleiritsch/Trausnitz (12) mit 4:1. Abgesagt werden musste die Partie der Sportfreunde Weidenthal-Guteneck: Beim Gegner 1. FC Rötz lag das Ergebnis eines Coronatests nicht rechtzeitig vor. Kreisspielleiter Ludwig Held setzte die Begegnung umgehend am 25. Oktober neu an.

SG Schönthal-Premeischl - SC Ettmannsdorf II 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 (27.) Martin Heimerl – SR: Maik Kreye (FT Eintracht Schwandorf) – Zuschauer: 150

Es war ein schweres Stück Arbeit für den Tabellenzweiten, bis er den knappen Heimsieg unter Dach und Fach hatte. Die Ettmannsdorfer Reserve spielte nicht wie ein Abstiegskandidat, sie hatte einige vielversprechende Chancen, aber keinen Vollstrecker. Die SG konnte sich dafür auf ihre gute Abwehr verlassen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erzielte Martin Heimerl nach knapp einer halben Stunde den Siegtreffer. Bis zur Pause hätte die SG den Vorsprung ausbauen können. Nach dem Wechsel wurde der Gast offensiver und mutiger, vergab jedoch in aussichtsreicher Position. Auf der anderen Seite versäumten es die Platzherren, vorzeitig alles klar zu machen. Der Sieg war am Ende nicht unverdient.

TSV Nittenau - FC Neunburg 4:3 (2:2)

Tore: 0:1 (6.) Marin Marinov, 0:2 (19.) Yulian Kurtelov, 1:2 (30.) Karim Nerl, 2:2 (36.) Amer Muratovic, 3:2 (51.) Matthias Strahl, 3:3 (56.) Yulian Kurtelov, 4:3 (90.+3) Abdul Iyodo – SR Tobias Buchfink (JFG Oberpfälzer Seenland) – Zuschauer: 100

Das ist für den TSV Nittenau gerade nochmal gutgegangen. Vor allem in der Anfangsphase sah es eher nach einer Heimpleite für die abstiegsbedrohten Gastgeber aus, denn Neunburg legte durch Marin Marinov und Yulian Kurtelov einen schnellen Zwei-Tore-Vorsprung hin. Lange Zeit fanden die Gastgeber nicht ins Spiel, erst nach einer halben Stunde ließ das 1:2 von Karim Nerl die Hoffnungen steigen. Noch vor der Pause glich der TSV durch Amer Muratovic aus. Nach dem Wechsel wogte die Partie mit je einem Treffer auf beiden Seiten weiter hin und her. Es war ein ausgeglichenes Match mit Torchancen auf beiden Seiten. Als sich beide Mannschaften schon mit der Punkteteilung abgefunden hatten, gelang Abdul Iyodo in der Nachspielzeit doch noch der unerwartete Siegtreffer für den TSV.

TV Nabburg - TSV Tännesberg 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 (20.) Johannes Stahl, 0:2 (66.) Johannes Stahl, 1:2 (73.) Vinzent Schmid, 2:2 (79./Foulelfmeter) Sven Seitz, 3:2 (90.+3) Manfred Widegger – SR: Josef Baier (SV Schönthal) – Zuschauer: 110 – Gelb/Rot: (90.) Benjamin Willax (Tännesberg)

Bis zum Schluss hielt der TV Nabburg seine Fans in Atem. Erst in der Nachspielzeit gelang Manfred Widegger der Siegtreffer für den TV, der über weite Strecken nicht glänzte. Der TSV Tännesberg zeigte eine gute Leistung, ging nach 20 Minuten in Führung und hatte weitere Chancen. Nabburg fand kein Mittel gegen die aggressiven Gäste. Im zweiten Abschnitt waren es zunächst wieder die Tännesberger, die Zählbares schafften. Erst jetzt mobilisierte Nabburg alle Kräfte und setzte den Gegner unter Druck. Mit dem 1:2 durch Vinzent Schmid begann eine starke Schlussphase der Heimelf, die per Strafstoß durch Spielertrainer Sven Seitz ausglich. In der dritten Minute der Nachspielzeit ließ Manfred Widegger die Gastgeber doch noch jubeln, als er zum unverhofften 3:2 traf.

FT Eintracht Schwandorf - FC Schmidgaden 5:1 (2:1)

Tore: 1:0 (12.) Turgut Eraslan, 2:0 (19.) Turgut Eraslan, 2:1 (20.) Alexander Schmidl, 3:1 (66.) Turgut Eraslan, 4:1 (81.) Nikolaos Rizos, 5:1 (89.) Turgut Eraslan – SR: Horst Lang (FC Niedermurach) – Zuschauer: 100

Das Heimspiel der Eintracht war so etwas wie die Ein-Mann-Show von Turgut Eraslan. Er erzielte vier der fünf Treffer für sein Team. Der Gast hatte zu keiner Zeit eine echte Siegchance, weil die Eintracht gleich stark begann. Schnell brachte der FT-Angreifer sein Team mit zwei Treffern in Führung. Im Gegenzug verkürzte Alexander Schmidl auf 1:2, was neue Hoffnungen bei Schmidgaden weckte. Die Schwandorfer ließen sich aber nicht beeindrucken, besaßen zahlreiche gute Möglichkeiten, doch Zählbares gab es erst wieder ab der 66. Minute durch das 3:1 von Eraslan. In der Schlussphase traf zur Abwechslung noch Nikolaos Rizos zum 4:1, bevor Eraslan den 5:1-Endstand herstellte.

TV Wackersdorf - SG Gleiritsch/Trausnitz 4:1 (0:1)

Tore: 0:1 (12.) Sebastian Schwandner, 1:1 (56.) Sven Gerlach, 2:1 (64.) Dominik Adam, 3:1 (79.) Matthias Walz, 4:1 (90.) Christoph Zinnbauer – SR: Ralf Waworka (SC Kleinwinklarn) – Zuschauer: 100 – Rot: (61.) Dominik Nahlovsky (SG)

Am Ende kam der TV Wackersdorf zu einem klaren und verdienten Heimerfolg. Den ersten Glanzpunkt setzte jedoch der Tabellenletzte mit dem Führungstor durch Sebastian Schwandner. Die Knappen brauchten einige Zeit, um sich auf die Spielweise des Gegners einzustellen. Sven Gerlach glich für den TV aus, dann brachte Dominik Adam die Heimelf erstmals nach vorne. Jetzt lief es besser bei den Gastgebern, die das Spiel zusehends in den Griff bekamen. Matthias Walz sorgte für das 3:1, Christoph Zinnbauer war für den Endstand verantwortlich.

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