Nabburg
16.09.2024 - 18:11 Uhr
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Das "Rot" clever genutzt: Der TV Nabburg liebt die Verfolgerrolle

In der Kreisliga West überrascht der TV Nabburg mit einem hohen Sieg beim FC OVI/Teunz. Mitentscheidend war ein Platzverweis. Der TSV Detag Wernberg zerlegt die SG Silbersee und trauert dem vergangenem Wochenende etwas nach.

Der Nabburger Lukas Reitinger (rechts) im Zweikampf mit Bastian Welnhofer vom FC OVI/Teunz. Der TV siegte überraschend hoch mit 4:1. Bild: Günter Uschold
Der Nabburger Lukas Reitinger (rechts) im Zweikampf mit Bastian Welnhofer vom FC OVI/Teunz. Der TV siegte überraschend hoch mit 4:1.

Abräumen und aufbauen – die Aufgaben von Lukas Reitinger beim TV Nabburg sind klar umrissen. „Ich spiele ja im defensiven Mittelfeld“, erklärt der 23-Jährige, und da muss er schon mal robust in einen Zweikampf und danach geht’s daran, von hinten heraus die Mitspieler in Szene zu setzen. Das macht Reitinger auch in dieser Saison wieder sehr gut, wie überhaupt der TV Nabburg (17 Punkte) insgesamt in der Fußball-Kreisliga West gut unterwegs ist.

Jüngstes Beispiel: Der 4:1-Sieg am Sonntag beim bis dato Tabellenzweiten FC OVI/Teunz (19). „Freilich war auch die Rote Karte für die Gastgeber mitausschlaggebend“, sagt Reitinger. Kilian Fischer hatte in der ganz frühen Anfangsphase nach einer Notbremse Rot gesehen. „Eine berechtigte Rote“, sagte auch OVI/Teunz-Trainer Christian Zechmann dazu. „Dann ist natürlich nach drei Minuten das Spiel kaputt.“ Reitinger und die Nabburger nutzten den Platz am Sandradl weidlich aus. „In Oberviechtach muss man erst einmal 4:1 gewinnen“, freute sich Reitinger und ergänzte: „Mit dem Ergebnis in dieser Höhe hatten wir natürlich nicht gerechnet.“ Finn Grünauer, Tarkan Özdemir, Artur Evtuschenko und Patrick Bauer erzielten die Treffer für die Gäste, die weiter am Spitzentrio dranbleiben. „Diese Verfolgerrolle liegt uns ganz gut“, meint Reitinger, der aus Diendorf stammt, beim SV auch in der Jugend gespielt hat, aber vor drei Jahren auf die andere Seite der Naab zum Lokalrivalen wechselte.

Dezimierte Elf bäumt sich auf

FC-Coach Zechmann war nach der „Roten“ erst einmal konsterniert, aber sein Team raffte sich trotz des Rückstands nach einer halben Stunde auf. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat nie aufgegeben“, lobte der 40-Jährige die Moral seiner Jungs. Nach dem 1:2 durch ein Eigentor von Özdemir stand die Partie auf der Kippe. „Aber dann machst du auf und kriegst natürlich die Konter“, zitiert Zechmann eine Fußball-Weisheit.

Torhungrige Wernberger

Neuer Tabellenzweiter ist der TSV Detag Wernberg (21), der am Sonntag erneut torhungrig war. Mit 8:0 kanzelte er den Gastgeber SG Silbersee ab. 35 Tore in neun Spielen haben die Wernberger jetzt erzielt, macht fast einen Vierer-Schnitt. Kein Wunder, dass mit Moritz Hartwig ein „Lila-Weißer“ mit neun Toren mit an der Spitze der Torschützenliste der Kreisliga West liegt.

„8:0 ist schon ein Statement“, sagt Routinier Thimo Luff, der zwei Mal traf. Dabei mussten die Wernberger in Treffelstein auf dem kleinen B-Platz antreten. „Anfangs war das schon ne Umstellung“, meint der Routinier mit Bezirksligaerfahrung. Aber dann flutschte es. „Wenn wir mal im Fluss sind, läufts ohnehin richtig“, ergänzt der Offensivmann. Dabei erinnert Luff an die Torefestivals in dieser Saison gegen den SV Haselbach (7:1) und SC Katzdorf (6:0).

Umso ärgerlicher ist in Wernberg laut Luff eines: „Zuletzt beim 1:1 gegen Dieterskirchen haben wir zwei Punkte verschenkt.“ Ansonsten wäre der TSV Detag mit Spitzenreiter Schwarzenfeld (23) punktgleich.

Vier Tore von Porcher

Der war auch wieder in Schusslaune. Beim 6:3 gegen den TSV Nittenau führte der Spitzenreiter zur Pause schon mit 6:2. Besonders auffällig war wieder Neuzugang Timon Porcher, vier Mal traf der Offensivmann. Insgesamt hat der in seinen bisher sieben Einsätzen wie der Wernberger Hartwig neun Tore geschossen.

Wenn die Nabburger am Samstag den Tabellenführer zum Spitzenspiel erwarten, dann dürfte Lukas Reitinger sicherlich auch zuständig sein, den Porcher in Schach zu halten „Die sind schon ein bisschen weggezogen“, spricht Reitinger über die Tabellenkonstellation. Der TV würde dem FC sicherlich noch näher auf die Pelle rücken.

Info:

Kreisliga-Notizen

  • Am Freitagabend verlor der FC Schmidgaden sein Heimspiel mit 1:2 gegen den TSV Stulln. Es war die dritte Niederlage des FCS mit einem Tor Unterschied in Folge.
  • Der TSV Dieterskirchen schiebt weiter an: Durch das 2:1 gegen den SV Haselbach ist die Elf von Trainer Tom Meyer nun schon Sechster (14 Punkte).
  • Die Partie SG Pertolzhofen/Niedermurach ist ausgefallen, das Spiel SV Diendorf gegen SC Katzdorf wurde schon frühzeitig auf Dienstag, 24. September, verlegt.
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