Für Erik Hille steht in wenigen Tagen ein besonderer Marathon an. Der 38-Jährige aus Neusath bei Nabburg startet am 16. August bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham – und erstmals in seiner Laufbahn für die deutsche Nationalmannschaft. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Rennen. „Das ist schon ein Traum, der in Erfüllung geht, ganz klar“, sagt Hille im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Spätestens als die Ausrüstung des Deutschen Leichtathletikverbands bei ihm eintraf, wurde ihm die Bedeutung seines EM-Debüts bewusst. „Als ich die Klamotten zugeschickt bekommen habe, war das schon sehr besonders. Das war ein irres Gefühl für mich.“
Bestens vorbereitet
Damit der EM-Auftritt auch sportlich gelingt, hat Hille in den vergangenen Wochen viel investiert. „Die letzten Wochen waren schon wirklich knüppelhart“, sagt er. Bis zu zwei Wochen vor dem Rennen kam er auf rund 200 bis 210 Kilometer pro Woche. Inzwischen wird das Trainingspensum schrittweise reduziert, damit der Körper für den Marathon die nötige Frische bekommt. Insgesamt fällt sein Fazit zur Vorbereitung sehr positiv aus: „Ich fühle mich sehr fit und bin bestens vorbereitet. Besser hätte ich mich nicht vorbereiten können.“
Noch befindet sich der Neusather im Trainingslager im Schweizer St. Moritz. Am Donnerstag reist er nach Birmingham. Dort steht vor dem Rennen nicht mehr allzu viel auf dem Programm. Am Samstag gibt es noch eine Besprechung mit dem Bundestrainer, ansonsten will Hille am Vortag des Rennens möglichst wenig unternehmen und sich auf den Wettkampf konzentrieren. „Ich versuche am Samstag eigentlich relativ wenig zu machen und natürlich früh ins Bett zu gehen. Früher als normal, weil ich um 5 Uhr schon aufstehen muss, weil ich drei Stunden vorher frühstücke.“
Hilles EM-Ziel
Am Sonntag, 16. August, wird es dann ernst. Um 8.10 Uhr Ortszeit – 9.10 Uhr deutscher Zeit – fällt der Startschuss für den EM-Marathon. Hille läuft dabei gemeinsam mit Samuel Fitwi, Amanal Petros, Richard Ringer, Simon Boch und Tom Thurley für Deutschland.
Neben der Einzelwertung geht es für die Läufer auch um eine Mannschaftsmedaille. Pro Nation können sechs Athleten starten, die drei besten werden für die Teamwertung herangezogen. Hille sieht das deutsche Team dabei gut aufgestellt. „Wir haben drei Weltklasse-Läufer, mit Richard Ringer, Amanal Petros, der Vizeweltmeister ist, und Samuel Fitwi, der dieses Jahr den Marathon schon knapp unter 2:05 Stunden gelaufen ist. Das ist absolute Weltklasse. Wenn die drei ihre Leistung abrufen, dann gibt's da schon eine Chance auf eine Medaille.“
Für Hille selbst steht vor allem eines im Vordergrund: Am Renntag will er sein gesamtes Leistungsvermögen abrufen. „Das Hauptziel ist für mich, alles, was ich habe, auf der Strecke zu lassen, also absolute Topleistung zu bringen.“ Eine konkrete Zeit hat er sich dabei nicht vorgenommen. Die Strecke sei „sehr, sehr schwierig und anspruchsvoll“. Rund 60 Männer werden an den Start gehen. „Wenn ich in die erste Hälfte komme, also unter die ersten 30, wäre das für mich schon toll“, sagt er.























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