14.06.2026 - 14:22 Uhr

NBA-Meister Hukporti: Würde auch für Deutschland spielen

Was Ariel Hukporti in seinem zweiten Jahr als NBA-Profi schafft, ist manchem Superstar nie gelungen. Mit den New York Knicks feiert der gebürtige Stralsunder den Titel. Der Bundestrainer darf anrufen.

Der neue NBA-Meister Ariel Hukporti würde für Länderspiele mit Welt- und Europameister Deutschland zur Verfügung stehen. Das hat der in Stralsund geborene Center der New York Knicks nach dem Titelgewinn in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga in einem Interview der „Bild“ betont.

Bundestrainer Alex Mumbru müsse sich nur melden, er sei bereit, versicherte Hukporti. „Ich würde schon für Deutschland spielen, so ist es nicht. Aber ich warte auf den Anruf. Mehr braucht es nicht.“

Zuvor hatten die Knicks nach 53 Jahren wieder die Meisterschaft in der NBA gewonnen. Mit dem 94:90 bei den San Antonio Spurs gelang der entscheidende vierte Erfolg in der Finalserie. Der 24-jährige Hukporti durfte immerhin 1:52 Minuten lang mitwirken.

Der Sohn togolesischer Eltern darf sich nun als dritter Deutscher nach Dirk Nowitzki 2011 mit den Dallas Mavericks und Isaiah Hartenstein 2025 mit den Oklakoma City Thunder NBA-Champion nennen. Und das schon nach seinem zweiten Jahr als Profi in der besten Liga der Welt und bei den Knicks. „Fußball liebe ich genauso wie Basketball“, sagte er und meinte mit Blick auf die kommenden Feiern: „Aber die WM verfolge ich nicht. Da habe ich gerade Wichtigeres zu tun.“

Hukportis Dank an die Knicks: „Haben mir die Chance gegeben“

Er fühle Dankbarkeit für das Team, sagte der 2,13 Meter große Hukporti der „Bild“. „Beim Draft haben mich 29 Mannschaften ignoriert – nur die Knicks haben an mich geglaubt. Sie haben mir die Chance gegeben, NBA-Spieler zu werden“, erinnerte er sich. „Als die Chance kam, habe ich sie genutzt. Und jetzt sind wir gemeinsam die Nummer 1.“

Über Freiburg, Ludwigsburg, Litauen und Australien in die NBA

Er begann beim USC Freiburg in der U14. Von 2016 an spielte Hukporti bei den Riesen Ludwigsburg, 2019 gab er seinen Bundesliga-Einstand. Ein wenig überraschend kam 2020 sein Wechsel in die erste Liga nach Litauen, ein Jahr später ging es nach Australien zu Melbourne United. Ein Achillessehnenriss stoppte ihn vorübergehend in der Saison 2022/2023. 2024 folgte die Rückkehr nach Ludwigsburg, wenig später der Wechsel in die USA.

© dpa-infocom, dpa:260614-930-221687/1

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