31.05.2018 - 00:46 Uhr
NeualbenreuthSport

TSV Neualbenreuth darf trotz 1:5 noch hoffen

Klare Sache in der Relegation zur Kreisliga: Dank eines 5:1-Sieges schafft der FC Lorenzreuth den Klassenerhalt. Der unterlegene TSV Neualbenreuth muss am Sonntag noch einmal ran.

Das war das 1:0 für den FC Lorenzreuth: Michael Schneider wurde wunderschön freigespielt und ließ Anton Zintl im TSV-Gehäuse keine Chance.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

617 Zuschauer waren am Mittwochabend nach Kondrau gekommen, um das entscheidende Relegationsspiel zur Kreisliga Hof/WUN/TIR zwischen dem TSV Neualbenreuth (2. Kreisklasse Ost) und dem FC Lorenzreuth (14. Kreisliga Süd) zu sehen. Wie schon in der ersten Runde gegen den anderen Kreisklassen-Vizemeister TuS Erkersreuth (2. Kreisklasse Süd) setzte sich auch diesmal der Kreisligist aus Lorenzreuth durch. 5:1 (2:0) hieß es nach 90 Minuten, die nur für eine kurze Sequenz in der Schlussphase etwas Spannung boten. Zu überlegen agierte der FCL, der es erneut versäumte, aus einem deutlichen Chancenplus frühzeitig für klarere Verhältnisse zu sorgen.

Der TSV darf dagegen trotz dieser deutlichen Niederlage weiter vom Sprung in die Kreisliga träumen. Am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr trifft die Truppe von Trainer Jürgen Schmidkonz in Kirchenlamitz auf den FC Eintracht Münchberg II, der im Parallelspiel dem 1. FC Stammbach unterlag. Ob letztendlich sogar beide, nur einer oder doch gar keiner in die Kreisliga aufrücken können, hängt vom weiteren Verlauf der Landesliga- und Bezirksliga-Relegation ab.

"Wir sind nicht so in die Partie gekommen wie das noch in der ersten Runde gegen Waldershof der Fall war. Und wir haben der gegnerischen Offensive einfach zu viel Raum gewährt", analysierte TSV-Spielleiter Martin Maier nach der Partie in Kondrau. "Uns fällt allen ein riesiger Stein vom Herzen. Wir haben gut gespielt, nur unsere Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig", war Lorenzreuths neuer Trainer Roland Fux erleichtert. "Das war heute teilweise ein Klassenunterschied. Lorenzreuth war viel cleverer. Vielleicht kommen wir noch einmal ran, wenn ich den Handelfmeter verwandle, aber der Sieg geht absolut in Ordnung", fügte Neualbenreuths Spielertrainer Jürgen Schmidkonz an.

Frühe Zwei-Tore-Führung

In der Tat war Lorenzreuth von Beginn an die spielerisch klar überlegene Mannschaft, auch wenn Neualbenreuth zumindest in der Anfangsphase noch mithalten konnte. Michael Schneider (20.) und Markus Walberer (27.) sorgten aber schon im ersten Abschnitt für eine beruhigende Führung des Kreisligisten. Beiden Treffern gingen gefällige Kombinationen voraus. Nach der Pause versäumten es die Oberfranken, frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Walberer, Tobias Schraml und Frederik Gerwens ließen beste Möglichkeiten ungenutzt.

Und plötzlich hatte der TSV die große Chance, ins Spiel zurückzukommen. Aber Spielertrainer Schmidkonz setzte einen berechtigten Handelfmeter an den Pfosten und Radek Fiala jagte den Nachschuss weit über den Querbalken (72.). Neun Minuten vor dem Ende gelang dem quirligen TSV-Angreifer Fiala aber doch der Anschlusstreffer. Dieses Tor wirkte aber wie ein Weckruf für Lorenzreuth, die noch einmal ordentlich aufs Gaspedal drückten. Johannes Selhorst (83.) und ein Gerwens-Doppelpack (85./89.) erlösten den Lorenzreuther Anhang - wenn auch gegen eine zu diesem Zeitpunkt arg entblößte TSV-Abwehr. Damit war der Klassenerhalt für den FCL in trockenen Tüchern, doch auch der TSV Neualbenreuth darf nach wie vor auf die Kreisliga hoffen.

Tore: 1:0 (20.) Michael Schneider, 2:0 (27.) Markus Walberer, 2:1 (81.) Radek Fiala, 3:1 (83.) Johannes Selhorst, 4:1 (85.) Frederik Gerwens, 5:1 (89.) Frederik Gerwens - SR: Daniel Hofmann (TSV Streitau) - Zuschauer: 617 in Kondrau - Gelb-Rot: (75.) Frederic Seitz (TSV) - Bes. Vorkommnis: (72.) Jürgen Schmidkonz (TSV) schießt Handelfmeter an den Pfosten

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