21.05.2026 - 12:32 Uhr

Neue Aktion gegen Antisemitismus rund ums DFB-Pokalfinale

Digitale Außenwerbung und neue Projekte: Der Zentralrat der Juden will das Miteinander im Fußball stärken und Antisemitismus entgegentreten.

Warnt vor Antisemitismus im Fußball: Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. (Archivbild) Bild: Elisa Schu/dpa
Warnt vor Antisemitismus im Fußball: Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. (Archivbild)

Der Zentralrat der Juden in Deutschland startet rund um das DFB-Pokalfinale in Berlin ein neues Projekt gegen Antisemitismus im Fußball. Unter dem Titel „Anstoß gegen Antisemitismus im Fußball“ soll am Wochenende bundesweit Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen werden, teilte der Zentralrat mit. So sollen etwa am Samstag in der Hauptstadt hunderte digitale Außenwerbe-Flächen genutzt werden für Botschaften wie „Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus“ oder „Mitfiebern. Gegen Antisemitismus“.

Mit dem Projekt will der Zentralrat insbesondere Strukturen in Verbänden, Vereinen und unter Fans langfristig stärken, die Antisemitismus bekämpfen. Erfolgreiche Praxisbeispiele sowie Kooperationen mit zentralen Partnern wie dem Deutschen Fußball-Bund sollen sichtbar gemacht werden, auch Austauschformate seien geplant.

Der wachsende Antisemitismus bedrohe auch im Fußball zunehmend das Miteinander „von der Kreisliga bis in den Spitzensport“, warnte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das nun angestoßene Projekt, vom Bildungsministerium gefördert, solle dem Paroli bieten.

© dpa-infocom, dpa:260521-930-110593/1

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