Zwei kommen durch, zwei steigen ab

Die Damen I und Herren I der TG Neunkirchen verpassen den Bezirksliga-Klassenerhalt. Dagegen sind die Damen 30 und Herren 40 in der nächsten Saison wieder in der Landesliga vertreten.

von Autor LSTProfil

Spannender hätte der Saisonendspurt für die überregional und auf Bezirksebene antretenden Mannschaften der Tennis-Gemeinschaft (TG) Neunkirchen nicht sein können. Bis zum letzten Spieltag der Sommersaison dauerte es, bis alle Entscheidungen gefallen waren – mit durchwachsenem Erfolg: Denn die Damen I und Herren I müssen aus der Bezirksliga absteigen, während hingegen die Damen 30 und Herren 40 auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Landesliga vertreten sein werden.

„Eigentlich wäre unsere Saison sehr erfolgreich gewesen. Die Damen 30 und Herren 40 schafften den Klassenerhalt und gleich fünf Nachwuchsmannschaften wurden Meister. Leider trübt der Abstieg der Damen und Herren etwas die Stimmung“, resümierte TGN-Vorsitzender Uwe Dressel nach dem letzten Spiel-Wochenende. Nicht gereicht hat es für Damen I in der Bezirksliga, wobei die Ausgangssituation vor dem Heimspiel am Samstag gegen TeG Steinwald-Fichtelgebirge eh alles andere als berauschend war.

Nachdem zwei Teams aus der Landesliga in die Bezirksliga absteigen, müssen wiederum drei Mannschaften aus der Bezirksliga runter. Für die TGN bedeutete dies, dass sie gegen die TeG Steinwald-Fichtelgebirge unbedingt gewinnen mussten und die Mitkonkurrenten keinesfalls gewinnen durften. Doch beides traf nicht ein: Denn der TC Grün-Weiß Waldmünchen siegte gegen den ASV Neustadt/WN mit 5:4, was in der Endabrechnung aber auch nichts half.

Denn durch den 6:3-Erfolg der TeG Steinwald-Fichtelgebirge rettete die sich auf dem letzten Drücker, während Neunkirchen, Waldmünchen und der TuS Dachelhofen nun den Weg in die Bezirksklasse antreten müssen. Bei der TGN-Niederlage gegen die TeG hatten die Gastgeberinnen anch dem 3:3 nach den Einzeln noch alle Karten in der Hand. Johanna Kullman (7:5, 7:6 gegen Michhaela Sinkulova), Jenny-Linda Kearsley (6:1, 6:1 gegen Katharina Wuttke) und Maya Kullman (4:6, 6:0 und 15:13 gegen Verena Dick) punkteten für die TGN.

Allerdings mussten dann alle drei Doppel abgegeben werden. „Die zwei Siege waren letztendlich zu wenig, zumal unsere Damen zweimal unglücklich mit 4:5 das Nachsehen hatten. Sie konnten leider nie in Bestbesetzung antreten, so dass der Abstieg nicht zu verhindern war“, so Dressel.

Keinen Einfluss auf die Endplatzierung hatte hingegen die 2:7-Niederlage der Damen 30 in der Landesliga beim neuen Meister TC Noris WB Nürnberg, bei der Sonja Wiesel (6:4, 6:4 gegen Lisa Klinghirn) und das Doppel Katharina Grau/Wiesel punkteten. Die Neunkirchenerinnen, die schon vor zwei Wochen den Klassenerhalt sicherten, schlossen die Saison als Aufsteiger mit einem hervorragenden fünften Platz (6:8 Punkte) ab. „Der Auftakterfolg gegen DRC Ingolstadt war dabei ungemein wichtig. Mit den Siegen gegen RW Bayreuth und STC RW Ingolstadt war es geschafft“, freute sich Dressel.

Alles oder nichts hieß es für die Bezirksliga-Herren der TGN am letzten Spieltag am Sonntag beim ASV Burglengenfeld: Sie hätten nach der zuletzt erlittenen 3:6-Niederlage gegen den unmittelbaren Mitkonkurrenten TC Rot-Blau Regensburg IV dort unbedingt gewinnen müssen. Zudem hätte der sich ebenfalls in Abstiegsnöten befindliche TC Teublitz sein zeitgleiches Match beim TC Rot-Blau Regensburg IV nicht gewinnen dürfen.

Doch beides traf nicht ein: Teublitz siegte überraschend mit 5:4, während die TGN zeitgleich ein 3:6 kassierte. Dabei holten Philipp Wurzer (6:4, 1:6: 10:8 gegen Andreas Prechtl), Manuel Marx (6:2, 6:4 gegen Stefan Semmler) und Felix Buchner (6:4, 6:4 gegen Christian Schmid) drei Einzel-Punkte zum zwischenzeitlichen 3:3. Allerdings hatten die TGN-Akteure dann in allen drei Doppeln das Nachsehen. „Unsere Jungs haben bis zum Schluss alles versucht, aber es sprang nur ein Sieg heraus. Der Abstieg ist kein Beinbruch und unsere Herren wollen in der kommenden Saison den Wiederaufstieg schaffen“, blickte Dressel nach vorne.

Ein wahres Foto-Finish gab es in der Landesliga der Herren 40: Nach dem Wiederaufstieg in die hatte eigentlich zu Beginn der Saison niemand auf einen Neunkirchener Klassenerhalt gesetzt. „Nachdem der STC RW Ingolstadt zurückgezogen hatte, sollte ein Sieg reichen und der wurde gegen Kulmbach geschafft“, so Dressel. Nachdem jedoch der ATS Kulmbach am vorletzten Wochenende überraschend den 1. FC Sachsen bezwungen hatte, durften die Oberfranken im Derby gegen den TC Lerchenbühhl Bayreuth nicht gewinnen und so wenig wie mögliche Matches gewinnen. Unterm Strich siegten die Bayreuther mit 7:2, was für die TGN bedeutete, dass die 0:9-Niederlage beim nicht mehr ins Gewicht fiel. Denn: Sie war in der Endabrechnung um einen Matchpunkt besser als der ATS Kulmbach, der somit absteigen muss.

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