08.04.2020 - 21:11 Uhr
NeusorgSport

Elf Fragen an Constantin Wedlich (SV Neusorg)

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In einer Sonderausgabe unserer Rubrik während der Corona-Pause spricht der Kapitän des Kreisklassen-Tabellenführers über den veränderten Wochenablauf, mehr Zeit mit der Freundin, getapte Schuhe und die wöchentlich nötige Dosis Finalgon.

Constantin Wedlich vom Kreisklassen-Tabellenführer SV Neusorg.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der SV Neusorg war bis zur Winterpause auf dem besten Weg zurück in die Kreisliga. Als Tabellenführer fieberte Eigengewächs, Urgestein und Kapitän Constantin Wedlich mit seinen Teamkollegen dem Wiederbeginn entgegen, ehe sie das Coronavirus zur erneuten Pause zwang. In einer Sonderausgabe unserer Rubrik "Elf Fragen" blickt der 31-jährige gelernte Physiotherapeut und aktuelle Student, der an der FH Hof im Herbst den Abschluss zum Diplom-Verwaltungswirt anstrebt, auf mehr als 26 Jahre im Trikot des SVN zurück. Dabei verrät er, welche ehemaligen Landesliga-Größen ihn besonders geprägt haben.

ONETZ: 1. Wegen der Coronakrise ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb. Gehen Sie Ihrer Freundin schon auf die Nerven?

Constantin Wedlich: Wir haben darüber noch nicht explizit gesprochen, aber bislang macht sie noch nicht den Eindruck, als würde es ihr zu viel.

ONETZ: 2. Was machen Sie nun am Dienstag- und Freitagabend anstelle des sonstigen Trainings?

Constantin Wedlich: Durch die Corona-Pause bin ich in meinem Studium aktuell zum Selbststudium verpflichtet. Das ist mit relativ viel Aufwand verbunden und spannt mich zeitlich sehr ein.

ONETZ: 3. Spaziergang statt Blutgrätsche: Hat das Wochenende ohne Fußball schon eine neue Struktur?

Constantin Wedlich: Die Umstellung ist echt hart. Ich bin ein Fußballverrückter und verfolge regionale wie überregionale Spiele gleichermaßen. Nach der Winterpause war die Vorfreude auf den Wiederbeginn riesig, dann kommt gleich der nächste Cut. Jetzt genieße ich die gemeinsame Zeit mit meiner Freundin: joggen, kochen, Filme schauen oder Spaziergänge. Aus dieser Krise nehmen wir alle mit, dass es Wichtigeres als Fußball gibt.

ONETZ: 4. Halten Sie sich aktuell irgendwie fit?

Constantin Wedlich: Unser Trainer Christian König hat uns in Absprache mit der Mannschaft jeweils dienstags, freitags und sonntags einen Sechs-Kilometer-Lauf verordnet. Die Auswertung einer Lauf-App sollen wir ihm anschließend schicken. Das klappt bislang ganz gut.

ONETZ: 5. Was denken Sie, wann und wie es weitergeht?

Constantin Wedlich: Das ist ganz schwer einzuschätzen. Der BFV hält sich natürlich alle Türen offen, aber ich beneide die Leute nicht, die diese Entscheidungen treffen müssen. Auch wenn's für uns als Tabellenführer gut oder weniger prickelnd ausgehen kann, werden wir uns natürlich fügen.

ONETZ: 6. An welches Spiel in Ihrer Karriere denken Sie heute noch gern zurück?

Constantin Wedlich: Ganz klassisch an den ersten Einsatz im Seniorenbereich: Am 18. November 2006 hat mir unser damaliger Trainer Rainer Wegmann das schönste Geburtstagsgeschenk bereitet. Beim 3:0-Sieg gegen den SV Schwarzhofen durfte ich als Linksaußen von Anfang an ran. Da war ich noch etwas schneller (lacht).

ONETZ: 7. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Constantin Wedlich: Meist nur, wenn ich eine Uneinigkeit mit dem Schiedsrichter etwas zu ausführlich diskutiere. Für die erste "Gelbe" wegen Meckerns stehen fünf, für die zweite schon zehn Euro im Strafenkatalog.

ONETZ: 8. Welches Ritual pflegen Sie vor Spielen?

Constantin Wedlich: Wegen andauernder Probleme an der Ferse und der Achillessehne, habe ich meine Schuhe entsprechend präpariert, damit sie perfekt sitzen. So zählt das Tapen des kompletten Schuhs, links wie rechts, zum festen Ritual vor jedem Spiel. Immerhin halten die aktuellen Schuhe schon zweieinhalb Jahre.

ONETZ: 9. Was macht für Sie einen guten Fußballer aus (sportlich und menschlich)?

Constantin Wedlich: Menschlich eine extrem hohe Sozialkompetenz, wozu ich Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und Ehrlichkeit zähle. Sportlich haben mich Siegfried Grüner und Jürgen Zanner zu Landesliga-Zeiten des SVN geprägt. Beide waren als Libero keine Sprintwunder, hatten jedoch ein überragendes Stellungsspiel, ein gutes Auge, eine starke Technik und waren zudem torgefährlich.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema bei Auswärtsfahrten im Auto?

Constantin Wedlich: Da geht's sehr viel um Fußball: Bundesliga oder Champions-League genauso wie die regionalen Spiele. Wenn allerdings Dominik Bayerl mit im Auto sitzt, brauchen wir gar kein Thema, da steigen wir alle mit einem Lachkrampf aus.

ONETZ: 11. Was darf in Ihrer Fußballtasche niemals fehlen?

Constantin Wedlich: Eine Tube Finalgon. Schon seit Jahren brauche ich da das stärkste, das es gibt. Das muss richtig brennen. Da ich sehr verletzungsanfällig bin, vor allem im muskulären Bereich, ist das bei mir vermutlich schon Kopfsache.

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