26.06.2019 - 18:02 Uhr
NeusorgSport

SV Neusorg zieht Damenmannschaft zurück

Bezirksklasse A statt Verbandsoberliga: Nach dem souveränen Titelgewinn in der Tischtennis-Verbandsliga erklärte der SV Neusorg frühzeitig seinen Aufstiegsverzicht. Nun kommt es aber noch dicker.

In Neusorg gibt es künftig kein höherklassiges Tischtennis mehr zu bestaunen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Paukenschlag beim SV Neusorg: Der Verbandsliga-Meister im Tischtennis verzichtet auf den Aufstieg - und zieht seine erste Damenmannschaft sogar zurück. Der Grund: Das Erfolgsteam zerfällt. "So krass war das nicht abzusehen. Dieser massive Aderlass hat mich als Sportlichen Leiter total überfahren. Sportlich ist das ein Super-GAU." Werner Riedl nimmt kein Blatt vor den Mund. Denn: In den vergangenen Wochen ist das sportliche Aushängeschild des Vereins auseinandergefallen.

Dabei waren die Tischtennis-Damen des SVN noch im April Meister in der Verbandsliga Nordost geworden. Ungeschlagen und äußerst souverän. Doch danach folgte nicht nur der Verzicht auf den Aufstieg in die Verbandsoberliga Nord (früher Bayernliga). Der Verein zog nun sein Damenteam sogar zwei Klassen tiefer in die Bezirksklasse A zurück und meldete die zweite Mannschaft komplett ab. Gründe: Von den fünf Stammspielerinnen hören Elke Pöhlmann und Julia Todoli auf, Jannika Zangmeister wechselte zum TSV Waldershof und Heidi Philipp sowie Carolin Gley werden künftig bei den Herren spielen. "Aus einem kleinen Schneeball ist eine richtige Lawine geworden. Das ist schon traurig", macht Riedl deutlich. Die Telefonate binnen einer Woche nach Saisonende hätten ihn getroffen. Einen Vorwurf wollte Riedl den Spielerinnen aber nicht machen: "Das sind ihre Entscheidungen. Tischtennis auf diesem Niveau ist eben mit einem enormen Zeitaufwand verbunden." Nun will der SVN den sportlichen Rückschlag abschütteln und sich für die Zukunft in Position bringen.

Nicht zuletzt, weil im Schülerinnen-Bereich tolle Talente heranwachsen, die noch zwei Jahre benötigen, um bei den Damen auf diesem Niveau mitspielen zu können. "Der Unterbau ist da, und ist auch unsere Perspektive für die Zukunft", betont Riedl. Unterm Strich schickt der SV sogar mehr Mannschaft als in der vergangenen Saison ins Rennen. Neben einem dritten Herrenteam gehen ab September vier Jungenmannschaften an den Start - wobei die zweite bis zur vierten Mannschaft komplett von Mädchen besetzt sein wird. Vielleicht bildet sich ja daraus die Basis für die Rückkehr auf Verbandsebene in ein paar Jahren.

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