22.03.2019 - 21:36 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

"Alles oder nichts" für Neustadt

Der Ernst der Lage ist allen Neustädter Basketballern vor dem Abstiegsduell mit Don Bosco Bamberg klar. "Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel", sagt DJK-Coach Stefan Merkl. Beim letzten Heimspiel der Saison am Samstag zählt nur ein Sieg.

Trotz aller Spannung: So ruhig werden die Gäste aus Bamberg die Neustädter Fans am Samstag in der Gymnasiumhalle nicht erleben.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Situation ist brandgefährlich, denn Neustadt, das bis zur Halbzeit der Saison in der erweiterten Spitze der 2. Regionalliga Nord mitspielte und Spitzenteams Paroli bot, ist quasi in letzter Minute noch in den Abstiegskampf gerutscht. Der Grund: Unglückliche oder selbst verschuldete, unnötige Niederlagen sowie eine lange Verletzungsmisere. Ironischerweise sind beim Tabellenneunten gegen den direkten Konkurrenten erstmals in der Spielzeit alle Mann an Bord. Gerade noch rechtzeitig oder doch zu spät wird sich am Samstag zeigen.

"Es scheinen alle fit zu werden, im Abschlusstraining sind alle da", sagte Merkl am Freitag. "Aber viele mit großem Trainingsrückstand und als Team nicht eingespielt." Doch der Trainer sieht seine Mannschaft am Samstag (Anwurf 17.30 Uhr) an der Ehre gepackt. "Wir können jetzt wenigstens einmal komplett trainieren. Ob das reicht, wird spannend."

Die Oberfranken, aktuell Elfter mit vier Punkten Rückstand auf die DJK bei einem Spiel weniger hatten bei drohender Abstiegsgefahr bereits zum Jahreswechsel die Reißleine gezogen und sich verstärkt, darunter mit Felix Hockgeiger und Christopher Neudecker mit zwei Leistungsträgern von Ligakonkurrenten Würzburg Tropics. Die hatten ihren ersten überraschenden Auftritt im Hinspiel gegen die DJK und waren Garanten für den 81:61-Sieg Bambergs.

"Bamberg ist sehr unangenehm, weil sie unglaublich gefährlich und enorm schnell auf der kleinen Position sind, und wir da Leute haben, die grade nach längerer Verletzung wieder zurück sind", so Merkl. "Heckel, Hockgeiger, Neudecker und Ritli sind brutal sichere Schützen, die wir vor uns halten müssen." Vor allem Max Heckel, den Top-Werfer der Liga, und Dreier-Experten Norbert Ritli..

Trotz allem wird das Spiel, das der DJK den Klassenerhalt oder ein Abstiegsendspiel in Dresden bescheren wird (siehe Kasten), für Merkl durch die eigene Offensive entschieden: "Wir sind taktisch gut vorbereitet, wir müssen einfach selber scoren." Merkl beschwört den Teamgeist: "Das wird wirklich hart. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, aber vielleicht holen wir dadurch auch das Maximale aus uns raus." Ebenso werden das die DJK-Fans, die in der vollen Gymnasiumhalle lautstark mit ihrem Team mitfiebern werden.

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.