09.12.2018 - 19:54 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Böse Überraschung für DJK-Team

Weihnachten ist die Zeit der Geschenke und Überraschungen. Für die Neustädter Basketballer kam die Bescherung allerdings schon früher.

Anders als hier gegen Litzendorf (am Ball Jonas Meißner), war für Neustadt gegen die stabile Defensive Bambergs oft früh Endstation.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Don Bosco Bamberg zeigte am Samstag der DJK ein ungewohntes Gesicht und verpasste ihr eine unerwartet deutliche 61:81 (30:44)-Niederlage.Der Tabellenvorletzte aus Bamberger hatte schlicht die Reißleine vor einem drohenden langen Abstiegskampf gezogen und sich gleich mit vier neuen Spielern verstärkt, darunter mit Felix Hockgeiger und Christopher Neudecker mit zwei alten Bekannten der TG Würzburg Tropics. "Die beiden waren defensiv für Don Bosco ein wichtiger Faktor und außerdem enorm schnell", erzählt DJK-Headcoach Stefan Merkl. "Sie standen zu kompakt. Wenn du da nichts triffst von Außen, ist es Katastrophe."

Da kam es erschwerend hinzu, dass bei der DJK unter anderem mit Vladimir Krýsl der beste Neustädter Distanzschütze gegen die Oberfranken fehlte. Merkl dazu: "Gerade bei diesem Spiel haben wir Vlady deutlich vermisst und waren offensiv zu eindimensional." Doch die Neuzugänge waren letztlich nicht der alles entscheidende Faktor, warum die DJK nach zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen den Kürzeren zog. Schließlich hatte Neustadt auch die Tropics, den alten Verein von Hockgeiger/Neudecker bezwungen.

"Das war einfach keine gute Leistung von uns. Wir haben oft die falschen Entscheidungen getroffen, freie Mitspieler übersehen und nicht kommuniziert", so der Trainer. "Schwierig zu sagen, an was es gelegen hat, aber es war wie eine Blockade im Kopf. Im Training sind wir die Plays ja auch alle gelaufen."

Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Bamberg startete gut und führte schnell 12:2. Das offensivstarke Team um den besten Scorer der Liga, Maximilian Heckel (gegen Neustadt 25 Punkte) traf zuverlässig und konterte die Aufholversuche der DJK sicher. Eine schlechte Rebound-Quote, technische Fouls und die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive taten ihr Übriges.

"Verloren haben wir es in der ersten Halbzeit durch zu viele Ballverluste", analysiert Merkl. Danach lief Neustadt einem Rückstand hinterher, ohne ihn entscheidend verkürzen zu können. "Bamberg wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben", weiß der konsternierte Coach. Es ist aber schon krass, dass alle vier gerade gegen uns ihr erstes Spiel gemacht haben." Während die Bamberger als neuer Zehnter den Anschluss zum Mittelfeld wiederhergestellt haben, rutscht Neustadt auf Platz sieben ab.

DJK Neustadt: Merkl (11 Punkte/5 Fouls), Stych (11/3), Meißner (8/1), Kurth (8/3), Fritsch (7/4), Aßheuer (6/2), Archer (6/3), Stein (2/0), Pöss (2/3), Sailer (0/3), Baier.

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