31.03.2019 - 21:03 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK ballert sich zum Klassenerhalt

Noch vor dem Abstiegsduell in Dresden bekommen die Neustädter Basketballer eine beruhigende Nachricht. Die DJK schießt dennoch die Titans mit 88:42 (51:14) förmlich aus der Halle. Der Klassenerhalt bringt aber eine Überraschung mit sich.

DJK-Scharfschütze Vladimir Krýsl (links) ist bester Dreierwerfer und drittbester Scorer der 2. Regionalliga Nord.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

BBV-Chef Robert Daumann hatte am Vorabend des Saisonfinales beim Bezirkstag der Basketballer in Neumarkt mit Blick auf die komplizierte Abstiegssituation bereits angedeutet, dass mit Neustadt und Neumarkt beide Oberpfälzer Teams in der 2. Regionalliga bleiben werden. Neustadt konnte daher zwar ohne Druck aufspielen, wollte aber am Samstag nach durchwachsenen Wochen einen versöhnlichen Abschluss ihrer vierten Saison in der zweithöchsten Amateurklasse.

Glänzender Start

Der gelang auch ohne Coach Stefan Merkl, der am Wochenende für den Bayerischen Basketball Verband (BBV) in Kassel unterwegs war. Die Neustädter begannen gegen den Tabellenzwölften furios. Nach 9:0-Start der DJK gelang den Hausherren in ihrer imposanten, nagelneuen Vierfachturnhalle erst nach vier Minuten der erste Korb. Co-Trainer Marco Campitelli, der für Merkl an der Seitenlinie stand, war wie die mitgereisten Fans vom Spiel der Neustädter begeistert: "Von Anfang an haben wir das Spiel beherrscht, sind viel über die Großen, Ondra (Stych) und Jonas (Meißner), gegangen." In der "sehr kontrollierten Offense" sei stets eine gute Lösung und der freie Mann gefunden worden.

Unter anderem zwölf Dreier von sieben verschiedenen Schützen beim Tabellenzehnten setzten Zeichen. Mit seinen vier Treffern jenseits der Linie ist Vladimir Krýsl laut der abschließenden Ranglisten bester Dreierwerfer der Liga und insgesamt drittbester Scorer. "Und unsere Trefferquote war einfach sensationell", sagte Campitelli.

Nicht jedoch die der Sachsen. Dabei spielte die junge ProB-Reserve der Dresden Titans um Robert Haas keineswegs schlecht. Die Defensive der DJK war an diesem Nachmittag aber kaum zu bezwingen. "In der Zone waren wir eine Macht, wir haben die Dresdener herausgehalten und die Würfe von Außen so erschwert, dass sie kaum getroffen haben", lobte Campitelli sein Team. Das Halbzeitergebnis von 51:14 sprach Bände.

Vor dem letzten Viertel standen im Neustädter Angriffswirbel für Dresden gerade einmal 20 Punkte zu Buche. Angesichts 54 Punkte Vorsprung gab der DJK-Coach nun den jungen Bankspielern sehr viel Einsatzzeit. Während diese neben Erfahrungen auch einige Punkte sammeln konnten, betrieb Dresden seinerseits etwas Ergebniskosmetik.

Bestes Team der Oberpfalz

Obwohl der bis dahin Neunte Neumarkt unerwartet gegen den - in schwacher Aufstellung angetretenen - Meister Regnitztal gewonnen hatte, bedeutete der Dreiervergleich der Oberpfälzer Teams mit dem ebenfalls punktgleichen GGZ Basket Zwickau, dass Neustadt noch an Neumarkt vorbeizog.

Damit ist Neustadt - wenn auch knapper als in den Vorjahren - erneut das höchstplatzierte Team der Oberpfalz. Für Fans, die sich weiter auf spannende Derbys Neustadt - Neumarkt gefreut hätten, hat Daumann aber zunächst eine schlechte Nachricht: "Im Moment müsste Neustadt im Süden antreten und bleibt erst mal ein Wackelkandidat. So lange bis klar ist, ob ein Oberligateam aus Sachsen aufsteigt."

In der Südstaffel würden die Gegner dann München, Nördlingen oder Passau heißen. Das ist erst einmal aber noch weit weg. Jetzt gilt es für die DJK, ausgiebig den weiteren Verbleib der kleinsten Kreisstadt Bayerns in der Liga der Großen zu feiern.

DJK: Stych (19 Punkte/0 Fouls), Krýsl (15/2), Meißner (14/3), Stein (9/1), Aßheuer (9/0) Merkl (8/2), Baier (5/1), Archer (5/2) und Sailer (4/4).

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