23.02.2020 - 17:55 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK-Basketballer unterliegen "neuem" Jena

Nein, die Neustädter haben sich nicht geirrt. Es ist die richtige Halle und der richtige Gegner. Doch bekannte Gesichter im Team von Science City Jena 3 finden sich bei der 93:115-Niederlage der Regiobasketballer der DJK nur wenige.

Sebastian Fritsch (links) steuert bei der Niederlage in Jena 14 Punkte für die Neustädter Basketballer bei.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Ganze fünf Spieler der Thüringer, die beim klaren Erfolg Neustadts in der Hinrunde aufgelaufen waren, waren noch dabei. Und spielten allesamt keine Rolle. Die Punkte machten andere. Acht Spieler von Culture City Weimar, dem Farmteam des ProA-Dritten in der 1. Regionalliga, bot der Tabellenletzte Science City Jena 3 auf. Die beiden Topscorer am Samstag, Lorenz Bank (25 Punkte/4 Dreier) und Vuk Radojicic (23/7) stehen sogar im Zweitliga-Kader.

"Wir sind gegen ein völlig neu zusammengestelltes Team angetreten", sagte auch DJK-Coach Stefan Merkl. "Bank, Radojicic, Irincu und die Linartas-Brüder hatten zuvor erst ein- oder zweimal für dieses Team gespielt. Da lag plötzlich der Focus gar nicht mehr auf ihrem eigentlichen Topscorer Richard Rietschel."

Die neue Durchschlagskraft war ungeheuer. 61 Punkte erzielte die schlechteste Offensive der 2. Regionalliga Nord bisher im Schnitt, fast doppelt so viele nun beim 115:93 (61:45) am Samstag. "Eine harte Situation für uns. Der Gegner war kaum berechenbar und uns fehlten Schlüsselspieler, die das Spiel vielleicht noch hätten drehen können." Neben mehreren Verletzten mussten auch Tobias Merkl (beruflich) und Jonas Meißner (Grippe) passen.

Bereits nach sieben Minuten führte der Gastgeber deutlich (25:7). "Im ersten Viertel haben wir wegen der unfassbaren Trefferquote Jenas trotz schmalen Aufgebots wieder auf Mannverteidigung umgestellt", erzählt der Coach. "Aber die Würfe waren fast nicht zu verteidigen, sie trafen auch mit einer Hand im Gesicht." Die Thüringer verwandelten 20 Dreier bei kaum mehr Versuchen.

Dennoch schlug sich die DJK gegen das „höherklassige“ Team achtbar und hielt den Rückstand konstant. "Phasenweise haben wir es ganz gut gemacht. Wir mussten uns aber jeden Angriff gegen die Pressverteidigung hart erarbeiten. Leider haben wir dabei unter dem Korb viel liegen lassen", so Merkl. Mit Druck auf die geschwächte Einser-Position versuchte Jena zu verhindern, dass die DJK in ihre Systeme fand. "Ziel war, unser Aufbauspiel zu zerstören und uns zu hastigen Abschlüssen zu zwingen." Dennoch erzielte die beste Offensivreihe der Liga starke 93 Punkte. "Da muss ich meinem Team Respekt zollen, weil wir angeführt von Sebastian Fritsch immer versucht haben, uns zurückzukämpfen."

Seine stärkste Phase hatte der Tabellenfünfte, als er Ende des dritten Viertels auf 81:88 verkürzte. Mit acht Punkten in Folge erstickte Bank aber eine weitere Aufholjagd. "Davon haben wir uns dann nicht mehr erholt", bedauerte Merkl. Die DJK rutscht durch die Niederlage auf Platz sieben ab, Jena bleibt Letzter.

DJK: Scott (20 Punkte/4 Fouls), Štych (17/3), Fritsch und Bieber (je 14/2), Pöss (10/0), Archer (9/2) Aßheuer (6/3), J. Sailer (3/4) und Lederer (0/1)

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