21.02.2020 - 16:28 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK-Coach Merkl fordert Pflichtsieg ein

Es ist ein Team mit zwei Gesichtern. Gelten die Neustädter Basketballer als eines der stärksten Heimteams der 2. Regionalliga Nord, sind sie auswärts zumeist Punktelieferant. Am Samstag bei Schlusslicht Jena soll sich das ändern.

Johannes Klughardt (links) und die Regionalliga-Basketballer der DJK Neustadt sind beim Schlusslicht in Jena klarer Favorit.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

In fremden Hallen tat sich der Tabellenfünfte in dieser Saison schwer. Die DJK brannte dabei selten Basketball-Feuerwerke wie regelmäßig in der heimischen Gymnasiumhalle ab. Mehrere Spiele verlor Neustadt knapp. Bei Science City Jena 3 kann sich das Team um Coach Stefan Merkl nun jedoch ein Erfolgserlebnis fürs Selbstbewusstsein im Saisonendspurt holen. „Es ist ein Must-win“, macht Merkl unmissverständlich klar. „Auch auswärts gelten wir ganz klar als Favorit.“ Denn alle Zahlen auf dem Papier sprechen gegen die Thüringer. Erst einen Sieg überhaupt hat Jena auf dem Konto. Und der datiert vom ersten Spieltag im September vergangenen Jahres gegen Don Bosco Bamberg. Seither kassierte der Regionalliga-Ableger des aktuellen Tabellendritten der ProA 16 Niederlagen in Folge. Statistisch stellt Jena den schwächsten Angriff und die anfälligste Abwehr. Die DJK dagegen verfügt über die beste Offensive der Liga.

Dennoch ist ein Erfolg gegen den Tabellenzwölften kein Selbstläufer. Nur zwei Punkte gegen die DJK erhalten die ohnehin minimale, rechnerische Chance auf den Klassenerhalt am Leben. Dementsprechend motiviert werden die Spieler zu Werke gehen. Zudem ist Jena ein Zweitligist mit "Ausbildungsteams" in der 1. Regionalliga (Culture City Weimar), der NBBL, JBBL und der 2. Regio – mit einem entsprechenden Spielerpool. „Natürlich muss man immer abwarten, wen Jena aufstellen kann“, sagt auch Merkl. „Spannend ist, ob Spieler wie Alin-Marian Irincu, Vincent Hofmann oder Lorenz Bank nach unten spielen können. Dann wäre Jena eine komplett andere Mannschaft und sehr gefährlich.“

Jenas Aufstellung beschäftigt den Coach aber weniger. „Auf jeden Fall sind wir ihnen gerade unter dem Korb überlegen. Da nehme ich Jonas Meißner nach seiner Topleistung gegen Chemnitz, Dauerbrenner Ondrej Stych und auch Lars Aßheuer und Jakob Sailer, die ansteigende Form gezeigt haben, in die Pflicht“, betont Merkl. Denn zu den Langzeitverletzten Johannes Klughardt, Yannik Stein und Christoph Sailer gesellen sich nun auch Captain Tobias Merkl (beruflich) und Tobias Baier (erkältet) hinzu. „Nach dem Hinspiel wissen wir, dass wir auf den sicheren Schützen Oskar Franz aufpassen müssen – ansonsten hatten wir Jena da sehr gut im Griff. Das erwarte ich aber auch diesmal von meinem Team“, betont Merkl. Und fügt hinzu: „Bei einer positiven Bilanz in den restlichen Spielen könnte es die beste Saison der Abteilungsgeschichte werden. Und das sollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.“

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.