08.10.2019 - 15:39 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK-Talent Oliver unter Top 40 in Deutschland

Es ist knapp. Als der 32-köpfige Kader zusammengestellt wird, ist Jariah Oliver in der engeren Auswahl. Beim Bundesjugendlager der besten Nachwuchsbasketballer Deutschlands hinterlässt der 14-jährige Neustädter einen starken Eindruck.

Das Neustädter Basketballtalent Jariah "JT" Oliver (rechts) mit seinem Coach Gabi Ionescu. Beim Bundesjugendlager des DBB in Heidelberg verpasst Oliver vorerst knapp den Sprung in den Nationalkader, schafft es aber unter die besten 40 Basketballer seines Jahrgangs in Deutschland.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

96 männliche Auswahlspieler des Jahrgangs 2005 sind mit ihren Landesverbänden bei der viertägigen Nachwuchssichtung des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in Heidelberg angetreten. Die 32 Spieler mit dem nach Meinung der Sichter größten Potenzial bilden die Basis für die U16-Nationalmannschaft, die etwa beim internationalen Nordsee-Cup für Deutschland auflaufen wird. Zunächst aber ohne den 1,81 Meter großen Nachwuchsspieler der DJK Neustadt/WN, der gemeinhin JT genannt wird.

„Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Unter den besten 40 Spielern Deutschlands entscheiden oft nur Kleinigkeiten“, sagt Stefan Merkl, Assistenztrainer der Bayernauswahl und sportlicher Leiter des Heimatvereins von Oliver. Dennoch ist Merkl mit dem Auftritt seines Schützlings im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar sehr zufrieden: „JT hat sich klar gesteigert. Er hat seinen Wurf verbessert und sehr gut verteidigt. Insgesamt wirkt er auch persönlich deutlich gereifter nach dem Turnier.“ Das DJK-Talent behauptet sich unter den Akteuren der bayerischen Topclubs im Jugendbereich wie Jahn München, Tornados Franken, Post SV Nürnberg oder Bayern München und unterstreicht erneut die gute Nachwuchsarbeit der Kreisstädter.

Einen Entwicklungssprung stellt Jariahs Trainer bei der DJK, Gabi Ionescu, fest, den in Heidelberg die Flexibilität Olivers beeindruckt: „JT hat in der Bayernauswahl eine andere Rolle ausgefüllt als bei uns. Auch gehörte er nicht zur Ersten Fünf und startete von der Bank aus.“ Nicht unbedingt ein Vorteil, um sich in den fünf halbstündigen Begegnungen der Auswahlteams für die Sichter in Szene zu setzen. Der Aufbauspieler im U16-Bayernligateam und in der U18-BOL-Mannschaft der DJK wurde im Konzept von Bayernauswahltrainer Markus Klusemann auf den Flügelpositionen 2 und 3 (Shooting-Guard und Small-Forward) eingesetzt – und überzeugte in einem starken Team. Denn auch wenn die Bayernauswahl nur auf dem achten Platz landete, wurden mit fünf Spielern überproportional viele in den vorläufigen Kader berufen. Auf einen 51:48-Sieg gegen Turnierzweiten Niedersachsen/Bremen folgten knappe Niederlagen gegen Hessen (50:55), SG Südwest (44:54), Berlin/Brandenburg (49:57) sowie SG Nord (51:54)

„Die Spiele beim Bundesjugendlager waren sehr eng. Drei Begegnungen haben wir mit unter acht Punkten verloren. Ich finde unseren Kader gut gesichtet für die langfristige Perspektive“, betont Merkl. Die sieht er auch für Oliver. „Die körperliche Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Viele aktuelle Jugendnationalspieler haben es nicht auf Anhieb ins Nationalteam geschafft", erläutert der Auswahlcoach mit Blick auf weitere Sichtungsmaßnahmen. „JT ist aber definitiv auf dem Zettel.“

Das Neustädter Basketballtalent Jariah "JT" Oliver (rechts) mit seinem Coach Gabi Ionescu. Beim Bundesjugendlager des DBB in Heidelberg verpasst Oliver vorerst knapp den Sprung in den Nationalkader, schafft es aber unter die besten 40 Basketballer seines Jahrgangs in Deutschland.
Die Bayernauswahl um die Coaches Markus Klusemann und Stefan Merkl (von links) beim Bundesjugendlager in Heidelberg. Der Neustädter Nachwuchsbasketballer Jariah Oliver (Dritter von rechts) verpasst knapp den Sprung in den vorläufigen Bundeskader.
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