15.11.2018 - 21:48 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK vor "unglaublich" schwerer Aufgabe

Unglaublich schnell, unglaublich groß, unglaublich stark. Coach Stefan Merkl bemüht Superlative, um die Niners Chemnitz 2 zu beschreiben. Der Gegner der Neustädter Basketballer am Samstag ist die Reserve des sächsischen Zweitligisten - und dementsprechend unglaublich gut besetzt.

Captain Tobias Merkl (am Ball) dürfte nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder in den Kader der Neustädter zurückkehren und zumindest für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stehen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Die vier Schlüsselspieler des Tabellenzweiten stehen parallel im Profikader der Niners und sorgen dementsprechend für eine schlagkräftige Offensive des Regioteams. "Vor allem haben sie mit Mario Nagler einen 2,05 Meter großen, technisch starken Center, den man erst einmal verteidigen muss", sagt Stefan Merkl. Bei der einzigen Niederlage der Chemnitzer gegen Tabellenführer Regnitztal Baskets erzielte Nagler beeindruckende 32 Punkte. Auch der Forderung des Neustädter Headcoaches an sein Team, sich gerade bei den Rebounds zu steigern, dürfte Nagler entgegenstehen.

Doch die Niners müssen sich nicht nur auf einen Scorer verlassen. Der 17-jährige Aufbauspieler Bruno Albrecht führt mit im Schnitt 19,7 Punkten die Werferliste der 2. Regionalliga Nord an. Zudem gehört er wie Leon Hoppe zu den besten Dreierwerfern der Liga.

Der vierte sichere Schütze im Bunde ist Flügelspieler Emmanuel Womala. Die beiden Letzteren sind mit knapp zwei Meter Größe ebenfalls sehr schwer zu verteidigende Gegenspieler. "Ansonsten spielen sie unglaublich schnell, weil sie viele gute Guards haben. Da werden wir richtig gefordert werden", ahnt Merkl.

Mit der Verteidigung unter einem erwarteten Dauerdruck, kann der DJK-Trainer am Samstag (Anwurf: 17.30 Uhr) aber wieder auf seinen Captain zählen. Tobias Merkl, der seit zwei Wochen an Sprunggelenksproblemen laborierte, ist wieder im Kader. Ob es für mehr als einen Kurzeinsatz reicht, ist offen. Sicher fallen Lars Aßheuer (Einblutung im Knie) und Emanuel Tarwoe (in den USA) aus. Zudem ist der Einsatz von Tobias Baier und Yannik Stein (beide Grippe) fraglich. Auch Jonas Meißner konnte nicht trainieren.

"Die Vorbereitung gestaltet sich also ähnlich schwierig wie gegen Würzburg", so der Coach. "Allerdings müssen wir gegen ein Top-3-Team wie Chemnitz eine noch deutlich bessere Leistung zeigen." Eventuell wird der Kader kurzfristig mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. "Zuhause könnten wir aber durch die Fans getragen werden", baut Merkl auf die Heimkulisse.

Und noch ein Vorteil: Gerade den Spitzenteams der Liga hat Neustadt bisher Kopfzerbrechen bereitet. Sowohl die Regnitztal Baskets als auch die "TenneT young heroes" Bayreuth retten in ultraknappen Spielen gerade noch ihre Punkte. Den Niners Chemnitz soll das nicht gelingen.

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