09.02.2020 - 22:50 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK unterliegt Gothas Profis knapp

30 Sekunden sind eine lange Zeit. Besonders im Basketball. Eine halbe Minute vor dem Ende dürfen die Neustädter Regiobasketballer noch von einem Auswärtssieg bei den favorisierten Big Rockets träumen. Zwei Freiwürfe machen das zunichte.

Aaron Scott (am Ball) ist erneut bester Werfer der Neustädter.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Am Ende hieß es am Sonntag 76:75 (43:35) für Gotha. Neustadts Aufbauspieler Aaron Scott wurde dabei zur tragischen Figur. Mit einem Dreier hatte der US-Amerikaner sein erneut dezimiertes Team mit 75:74 in Front gebracht. Sein anschließendes Foul ermöglichte den Thüringern die entscheidenden Würfe von der Linie. "Das Foul war unglücklich, aber nicht entscheidend. Wir haben es am Ende einfach von der Luft her nicht mehr richtig geschafft, unsere Plays zu spielen. Aaron war sehr gut", erzählte DJK-Coach Stefan Merkl mit den frischen Eindrücken vom Spiel. "Das Spiel verlieren wir auch nicht in der Schlussphase, sondern im ersten Viertel, wo wir zu schüchtern agiert haben und keinen Ball bekamen."

Während beim Tabellenfünften erneut sechs Leistungsträger fehlten, rüsteten die Big Rockets auf: Da die Basketball-Löwen Erfurt bereits am Samstag spielten, verstärkten fünf U22-Spieler aus deren Zweitligakader ihr Farmteam, den Achten der 2. Regionalliga Nord.

"Das Spiel ist überhaupt schlecht für uns angelaufen. Das Problem war, dass eine ohrenbetäubende Kulisse in Gotha mit zehn Trommlern uns nur schwer auf dem Spielfeld kommunizieren ließ", erläuterte Merkl den Heimvorteil Gothas. "Nachdem wir die Leute nicht aus der Zone heraushalten konnten, ergaben sich für sie oft zweite Chancen. Wir haben dann schnell auf Zonen-Verteidigung umgestellt und uns Stück für Stück rangekämpft."

Neustadt fand im dritten Viertel (24:6) immer besser in die Begegnung. "Da hatten wir einen unfassbaren Run. Unsere Großen waren nicht zu stoppen." Die DJK führte vor dem Schlussviertel 59:49. Dann ging alles Schlag auf Schlag. "Es gab mehrere schlechte Situationen für uns", sagte der DJK-Coach. "Lars Aßheuer bekommt drei Fouls in knapp zwei Minuten gepfiffen und fällt raus. Gotha trifft einen Dusel-Dreier." Die DJK habe dann überdreht und schlechte Entscheidungen getroffen. "Aber das ist bei der Aufstellung trotzdem ein sehr gutes Ergebnis", lobte Merkl besonders die Charakterstärke seines Teams.

DJK: Scott (24 Punkte/4 Fouls), Meißner (17/3), Krysl (13/4), Stych (10/3), Aßheuer (6/5), Merkl (5/4), Archer und Pöss.

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