28.11.2019 - 21:49 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Duell der Unberechenbaren

An das letzte Aufeinandertreffen erinnern sich viele DJK-Fans noch gut. Satte 81 Zähler Neustadts reichen nicht, die GGZ Baskets zu bezwingen.

Auch auf Jonas Meißner (rechts) wird es gegen Zwickaus Center ankommen. Neustadts Big-Man hätte auch im letzten Duell mit den Sachsen (Bild) zum Matchwinner werden können, wurde aber zu wenig angespielt.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Der Tabellenfünfte aus Zwickau, der am Samstag wieder in der Gymnasiumhalle aufläuft (Anwurf: 17.30 Uhr), triumphiert im März an gleicher Stelle in einem punktereichen, intensiven Schlagabtausch. Vor einem Dreivierteljahr sorgt noch der überragende Hendrik Bellscheidt mit 34 Punkten fast im Alleingang für den Sieg der Westsachsen. Bellscheidt spielt glücklicherweise mittlerweile für einen Regionalligisten in Nordrhein-Westfalen, die Sorgenfalten dürften bei DJK-Coach Stefan Merkl dennoch nicht weniger werden. "Es erwartet uns eine Wundertüte, die uns aber – wenn sie ganz gefüllt ist – eine unangenehme Überraschung bereiten kann", sagt Merkl. "Der potenzielle Kader Zwickaus ist sehr sehr stark einzuschätzen."

Auch weil die Gäste in dieser Saison bisher nur durchschnittlich 69 Punkte pro Begegnung (DJK: 79) erzielen, hängt wieder enorm viel von der Leistung eines Angreifers beziehungsweise seiner DJK-Verteidiger ab. Mit seinem 19-Punkte-Schnitt ist Center-Routinier Uwe Kupfer-Zwingelberg (38 Jahre, 2,08 Meter) viertbester Scorer der Liga und kann Spiele alleine entscheiden. Aber auch Felix Fraas, im März zweitbester Werfer, und Kemal Velishaev sind brandgefährlich. Nicht zu vergessen Dreierexperte Christoph Ulbricht (drei Dreier im Schnitt), der jedoch seit Wochen nicht für den punktgleichen Tabellennachbarn aufgelaufen ist.

Doch Statistiken helfen kaum, die Sachsen einzuschätzen. Trotz der jeweils dritt- beziehungsweise zweitschlechtesten Werte bei erzielten Punkten und Gegenkörben, hat das Team von Stephan Wolf bislang nur gegen die Top 3 der 2. Regionalliga Nord und den Bayreuther Bundesliganachwuchs verloren. "Wir müssen uns daher auf uns selbst konzentrieren und uns offensiv geschlossen als Team präsentieren", fordert Merkl. "Und an die starken Phasen in Würzburg anknüpfen."

Verzichten muss der Coach dabei allerdings erneut auf Lars Aßheuer (verhindert) und Aaron Scott (Privattermin). Dazu kommen die verletzten Liam Archer sowie Jakob und Christoph Sailer. "Die vielen Ausfälle treffen uns halt unglaublich hart", sagt Merkl. Aber somit wird die Aufstellung der DJK ihrerseits für Zwickau zur Wundertüte.

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