21.10.2018 - 23:26 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Hochverdienter Arbeitssieg

Hauptsache gewonnen. Mehr wird den knapp 300 Fans der Neustädter Basketballer wohl nicht vom Derby-Erfolg gegen die Fibalon Baskets Neumarkt im Gedächtnis bleiben.

Das Oberpfalz-Derby zwischen der DJK Neustadt und den Neumarkt Baskets war nicht immer attraktiv, aber bis zum Ende spannend.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Beim verdienten, aber spielerisch wenig ansprechenden 77:74 (35:29)-Sieg sorgte der Gastgeber fast alleine dafür, dass das Derby der beiden besten Oberpfälzer Teams spannend und bis zur letzten Aktion offen blieb. Ohne Tobias Merkl und Florian Kurth angetreten, fehlten im Backcourt der DJK zwei Ballverteiler. Auf die Ausfälle musste sich das junge Team erst einmal einstellen, was über weite Phasen nicht vollständig gelang. Emmanuel Tarwoe sorgte mit seinem dynamischen Antritt für den nötigen Schwung im Angriff und auch Nachwuchsspieler Liam Archer konnte überzeugen. Es fehlte aber die ordnende Hand, die die Systeme konsequent auf den Weg brachte. Viele Angriffe endeten nach nur ein, zwei Pässen mit umkämpften Einzelaktionen. Im individuellen Vergleich war Neustadt den Gästen jedoch überlegen. "Offensiv hatte ich erwartet, dass unsere Center uns mehr helfen, aber wir haben uns sehr schwer getan im Abschluss", sagte Head-Coach. "Auch haben wir 22 Korbleger verlegt. Das sind zu viele."

Insbesondere im ersten Viertel war die Chancenauswertung mangelhaft. "Wir haben zu viel liegengelassen. Gerade im ersten Viertel hätten wir schon 15 Punkte weg sein können", sagte Alexander Pöss nach der Partie. Da führen die Fibalon Baskets aber knapp mit 14:13.

Erfolgreiches Oberpfalzderby: Alexander Pöss im Interview

Auch in der Folge schaffte es der Aufsteiger mit solidem Spiel und seinen besten Offensivkräften, Peter Prowosnik (21 Punkte) und Milan Marinkovic (17), in der Begegnung zu bleiben. Doch es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis die größeren spielerischen Möglichkeiten der DJK sich auf der Anzeigetafel niederschlugen. Besonders der überragende Routinier Vladimír Krýsl (23 Punkte, darunter 5 Dreier) sorgte für Stabilität. Ende des dritten Viertel schien die umkämpfte Partie vorentschieden: Neustadt zog mit 16 Punkten davon (58:42).

Doch selbst dieser Vorsprung brachte keine Ruhe in das Spiel. Neustadt ließ weiter zu viele Chancen aus und defensiv zu viel zu. Mit vier seiner fünf Dreier im Schlussviertel schaffte Prowosnik so fast im Alleingang den Anschluss. Zwei Minuten vor Ende gelang Neumarkt sogar der Ausgleich zum 74:74. Ondrej Stych sorgte letztlich im Herzschlagfinale für den glücklichen Sieg, der aber besonders für die jungen Spieler wieder etwas mehr Erfahrung gebracht hat.

DJK: Krýsl (23 Punkte/5 Fouls), Meißner (15/4), Stych (10/2), Tarwoe (10/1), Fritsch (7/3), Aßheuer (6/3), Archer (4/2), Pöss (2/0) Sailer und Baier (jeweils 0/1) und Lederer.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.