03.03.2019 - 20:35 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustadt bietet "ohne Neun" den Niners Chemnitz Paroli

DJK-Basketballer unterliegen trotz dreier Platzverweise dem Tabellenvierten nur knapp

Die Neustädter Basketballer gaben gegen die Niners Chemnitz nicht auf. Trotz dreier Platzverweise hielt das Team gegen den übermächtigen Gegner dagegen. Aber auch der glänzende Tobi Merkl (27 Punkte, hier am Ball gegen Leipzig), konnte die Niederlage nicht verhindern.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

"Ein Spieler mehr und es hätte gereicht." Das Fazit von Coach Stefan Merkl nach der hauchdünnen 78:80 (34:37)-Niederlage der Neustädter Basketballer bei den Niners Chemnitz fällt knapp und nüchtern aus. In den Schlussminuten konnte die zu kurze Bank der DJK den personellen Aderlass einfach nicht mehr kompensieren.

Nur zu neunt waren die Neustädter am Samstag in Sachsen angetreten. Und kontrollierten unerwartet gegen zwölf Chemnitzer in Bestbesetzung - mit all ihren ProA-erfahrenen Spielern an Bord - die Begegnung. "Es war ein hervorragendes Zusammenspiel. Team-Basketball vom Feinsten", lobte Merkl. "Wir lagen 20:9 vorne und waren die bessere Mannschaft gegen den Tabellenvierten. Meine Jungs haben gut verteidigt. Der Gegner hatte große Probleme gegen unsere Zonen-Defensive."

Krýsl und Stych raus

Offensiv glänzte Vladimir Krýsl unter anderem mit drei Dreiern. Der Tscheche, der selbst von der aufdoppelnden Mann-gegen-Mann-Pressverteidigung - wenn überhaupt - nur mit Fouls zu stoppen war, kassierte jedoch noch vor der Halbzeit zwei "reguläre", ein technisches und ein unsportliches Foul und wurde der Halle verwiesen. Bis dahin hatte er 15 der 34 Punkte seines Teams erzielt.

Das gleiche Schicksal widerfuhr kurz nach der Pause Ondrey Stych (bis dahin 8 Punkte/1 Dreier) mit drei "regulären", einem technischen und einem unsportlichem Foul. Chemnitz lag mittlerweile vorne, doch auch ohne ihre treibenden Kräfte hielt Neustadt gegen das extrem offensivstarke Niners-Team um die Ausnahmespieler Bruno Albrecht (16 Punkte) und Leon Hoppe (15) dagegen. Besonders der überragende Tobias Merkl (27 Punkte/3 Dreier) und Jonas Meißner (15 Punkte) hielten das Spiel bis zwei Minuten vor Schluss (73:69 für die DJK) offen.

Doch die längere Bank der Hausherren machte sich langsam bemerkbar. Mit zwei Dreiern kam Chemnitz 75:73 in Front. In der entscheidenden Schlussphase musste auch noch DJK-Aufbauspieler Sebastian Fritsch (5 Fouls) vom Feld. So kam Jugendspieler Chris Faderl zu seinen ersten Regio-Minuten. Neustadt blieb selbst da weiter in Schlagdistanz, doch der Tabellenvierte rettete seinen glücklichen Zwei-Punkte-Vorsprung mit Mühe ins Ziel.

Merkl: Mut für Zwickau

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, höchstens beim Rebounding im letzten Viertel. Da haben die Chemnitzer schlicht zu viele zweite Chancen bekommen", resümiert Merkl. "Und wir waren zu diesem Zeitpunkt einfach platt. Es bleibt nur zu hoffen, dass der eine oder andere Verletzte in den Kader zurückkehrt."

Doch der Trainer nimmt, wie sein Team aus der ärgerlichen Niederlage auch Positives mit. "Für diese Aufstellung haben wir ein bärenstarkes Spiel abgeliefert", meinte Merkl. "Diese Leistung macht mir Mut für die nächsten Spiele." Neustadt steht als weiterhin Fünfter der 2. Regionalliga Nord mit 16 Punkten gut da, aber in der engen Tabellensituation nur 2 Punkte über der Gefahrenzone.

"Wir hätten den Sieg verdient gehabt", bedauerte Merkl. "Jetzt müssen wir unser Augenmerk auf unser Heimspiel gegen Zwickau legen." Dann hoffentlich mit einer besseren personellen Ausgangssituation.

DJK: Merkl (27 Punkte/2 Fouls), Meißner (15/3), Krýsl (15/4 - fouled out), Stych (8/5 - fouled out), Sailer (6/3), Bieber (5/3), Fritsch (2/5 - fouled out), Hawes und Faderl.

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