14.02.2020 - 17:43 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustadt empfängt kriselnde Niners

Ein Gegner mit dem Rücken zur Wand ist gefährlich. Vor allem, wenn es der Nachwuchs eines Zweitligisten ist. Doch die „kleinen“ Niners Chemnitz haben am Samstag bei den Neustädter Regiobasketballern wohl einige Trümpfe weniger im Ärmel.

Jonas Meißner (Mitte) zieht zum Korb. Die Neustädter empfangen am Samstag die Reserve des Zweitliga-Spitzenreiters Niners Chemnitz.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Das Szenario ist den Neustädtern nicht unbekannt. Vergangene Woche lief Gotha mit gleich fünf zweitligaerfahrenen U22-Spielern auf. Doch die Reserve des ProA-Tabellenführers Chemnitz, die am Samstag (Anwurf: 17.30 Uhr) in der Gymnasiumhalle antritt, muss möglicherweise auf Spieler wie ihren Topscorer Leon Hoppe (19 Punkte im Schnitt) verzichten. Denn das ProA-Team spielt zeitgleich, das NBBL-Team der Sachsen am Sonntag. "Die Aufstellung der Niners wird wie so oft die berühmte Wundertüte", sagt DJK-Headcoach Stefan Merkl. "Aber wir müssen uns vor allem auf uns selbst konzentrieren und dass unsere Systeme funktionieren."

Angesichts der brenzligen Tabellensituation wird der abstiegsbedrohte Tabellenelfte dennoch mit einer schlagkräftigen Truppe bei der siebtplatzierten DJK antreten. Nach vier Niederlagen in Folge, zuletzt im Kellerduell gegen den nun punktgleichen Zehnten Don Bosco Bamberg, brauchen die Niners 2 unbedingt einen Erfolg. Der Rückstand auf den sicheren neunten Tabellenplatz beträgt bereits fünf Zähler. Das Restprogramm ist zudem mit nur noch zwei Heimspielen und unangenehmen Gegnern auswärts sehr schwierig.

Doch auch in Neustadt wird es nicht einfach werden, die Punkte mitzunehmen. Das Hinrundenspiel in Chemnitz gewannen Hoppe und Co. zwar sicher mit 80:67. "Chemnitz hat da gegen unsere Zone einfach zu viel von Außen getroffen", analysierte Merkl die Niederlage. Auch die Niners-Big-Men Eduard Roschnafsky und Mario Nagler waren nicht zu stoppen. Da fehlten der ersatzgeschwächten DJK aber die komplette Center-Riege (Meißner, Aßheuer, Sailer) sowie im Aufbau Johannes Klughardt und Dreierexperte Yannik Stein. Bis auf den Langzeitverletzten Stein sind am Samstag aber alle dabei.

Das ist auch nötig, da die Niners über eine zuverlässig punktende Offensive verfügen, die ligaweit mit Abstand die meisten Dreier wirft. Zuweilen anfällig dagegen ist die Verteidigung, die unter den Teams der 2. Regionalliga Nord die zweitmeisten Körbe kassiert und die Sachsen oft um ihren Lohn bringt. Ungeachtet dessen ist die DJK zu Hause eine Macht: Sieben von neun bisherigen Heimspielen in der Gymnasiumhalle gingen an Neustadt, nur gegen das Top-Duo Veitshöchheim und Goldbach unterlag man knapp mit jeweils unter fünf Punkten. "In eigener Halle können wir jeden schlagen", betont Merkl. Mit Unterstützung der DJK-Fans soll daher unbedingt ein Sieg her.

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