01.03.2019 - 21:06 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustadt fordert die Niners

Es ist das Duell zweier punktgleicher Tabellennachbarn. Eine Begegnung eigentlich auf Augenhöhe. Aber vor dem Spiel der Neustädter Basketballer bei den Niners Chemnitz sind die Kräfteverhältnisse klar.

DJK-Allrounder Lukas Bieber (am Ball) spielt meist körperbetont. Das aggressive Pressing und Doppeln der Chemnitzer Verteidigung am Samstag wird aber auch ihn vor eine Herausforderung stellen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Zusammen 56 Punkte und 9 Dreier - ein junges dynamisches Duo ist das, was den Neustädter Regio-Basketballern vom Gastspiel der Niners Chemnitz im vergangenen November in der Gymnasiumhalle wohl am lebhaftesten in Erinnerung geblieben ist. Bruno Albrecht und Leon Hoppe dürften der DJK beim Auswärtsspiel am Samstag (Anwurf: 15 Uhr) wieder das meiste Kopfzerbrechen bereiten.

Mehr noch als die meisten Teams in der 2. Regionalliga Nord ist der Erfolg der Sachsen von ihren Top-Spielern abhängig: Der 17-jährige Aufbauspieler Bruno Albrecht steht - wie Hoppe - parallel im Zweitligakader der Chemnitzer und zeigte im Hinspiel in Neustadt warum: Mit 30 Punkten, davon 7 Dreier, war er der ausschlaggebende Faktor beim 89:79-Erfolg der Chemnitzer. Der knapp zwei Meter große Shooting-Guard Leon Hoppe (18) stand dem kaum nach. Auch Ausnahmecenter Mario Nagler, der im Hinspiel wegen früher Foulbelastung blass blieb, ist eine sichere Bank in der druckvollen Offensive des Tabellenvierten. "Besonders Albrecht haben wir nie in den Griff bekommen und insgesamt zu viele offene Würfe zugelassen", musste DJK-Coach Stefan Merkl nach der Partie zugeben.

Doch auch die punktgleichen Neustädter, die mit einem absolvierten Spiel mehr derzeit Fünfter sind, überzeugten offensiv, zuletzt beim souveränen Erfolg gegen Tabellensechsten Würzburg. "Das Training war stark", war Merkl vor der abschließenden Einheit am Freitag zuversichtlich. "Wir stellen uns auf starkes Pressing mit Doppeln der Chemnitzer ein und müssen vor allem auf die Schützen aufpassen."

Die DJK schreckt aber laut Merkl eine intensive Begegnung nicht: "Dafür, dass in den letzten drei Wochen nur jeweils sieben oder acht Spieler fit waren und wir uns aus der Zweiten bedienen mussten, stehen wir sehr gut da. Die Jungs haben sich gut entwickelt, was viel Hoffnung für die nächsten Jahre macht." Düsterer schaut es jedoch mit Blick aufs Wochenende aus: Neben den Langzeitausfällen fehlen auch Lars Aßheuer (krank) und Flo Kurth (Uni). Ersatz aus dem BOL-Team gibt es nicht.

"Wir sind stark ersatzgeschwächt, können dort aber befreit aufspielen, da wir gegen Würzburg Selbstbewusstsein getankt haben", meint der Coach. "Da können wir nicht viel verlieren. Jedes Spiel ist wichtig, weil wir noch einen Sieg brauchen, um drinzubleiben. Aber auswärts in Chemnitz bist du Außenseiter."

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