20.10.2019 - 23:36 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustadt gebremst zum Sieg

Als Knacks, aber auch Hallo-Wach-Effekt bezeichnet Coach Stefan Merkl die Disqualifikation seines Spielers. Danach beruhigte sich das aufgewühlte Spiel der Neustädter Regiobasketballer in Bamberg. Der Weg zum 55:51 (30:32)-Sieg war frei.

Ein symbolisches Bild, auch wenn es gegen Goldbach nur um einen Wechsel ging. Beim sehr emotional verlaufenden Auswärtsspiel bei Don Bosco Bamberg muss Neustadts Coach Stefan Merkl (links) seine Spieler beruhigen. Mit Erfolg: Die DJK gewinnt erstmals seit fünf Jahren beim Dauerrivalen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Lange Zeit stand sich die DJK am Sonntag bei Don Bosco Bamberg selbst im Weg. "Den Beginn haben wir verschlafen, auch gab es zu viele Einzelaktionen", erzählte Stefan Merkl vom Duell des Tabellensiebten beim Zehnten. Nach verpatztem ersten Viertel (9:16) gab Merkl einigen Nachwuchsspielern – Christoph Sailer, Alex Pöss und Tobias Baier fehlten verletzt – von der Bank mehr Einsatzzeit. "Ein großes Lob in dieser Phase an unsere jungen Spieler. Yannik (Stein), Liam (Archer) und Jakob (Sailer) haben uns im Spiel gehalten", sagte der Coach. Unter anderem der Grund für die Wechsel: "Es gab sehr viele Diskussionen, auch mit den Schiedsrichtern, und das geht so nicht", betonte Merkl. Denn der Spielfluss litt deutlich. Eine Diskussion sollte zudem folgenreich werden. Jojo Klughardt wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung disqualifiziert und musste aus der Halle.

"Obwohl Jojo dann im Spielaufbau fehlte, konzentrierten meine Spieler sich wieder mehr auf sich und ihre eigene Leistung." Ein konzentriertes Neustädter Team lieferte dem Dauerrivalen so in der zweiten Hälfte einen offenen Schlagabtausch. Die DJK attackierte den Korb und nutzte seine Größenvorteile. "Es war nach einem 0:3-Saisonstart für Bamberg ein Spiel, das sie gewinnen mussten. Und dementsprechend stark sind sie aufgetreten", so Merkl. "Wichtig war, dass Aaron (Scott) und Tobi (Merkl) ihre besten Werfer relativ gut in den Griff bekamen." Hendrick Zohner (18 Punkte) und Moritz Schmitt (16) trafen bei Don Bosco zwar solide, aber es sollte nicht reichen.

Der Schlüssel zum Erfolg in einer punktearmen, defensiv dominierten Partie: "Am Ende haben wir in der Schlussphase viele Rebounds, besonders offensiv geholt. Das war mit spielentscheidend." Nach einem Freiwurftreffer Bambergs zu deren 51:50-Führung sollten die Hausherren die restlichen vier Minuten nicht mehr punkten. Die DJK sammelt an der Freiwurflinie mit Hängen und Würgen die Treffer zum Erfolg.

Dementsprechend nüchtern fällt die Analyse Merkls aus: "Defensiv hat es gepasst, aber offensiv müssen wir an uns arbeiten. Und die Freiwurfquote war einfach katastrophal. "Es war kein schönes Spiel, aber es war ein Sieg. Außerdem hatten wir nach der höchsten Auswärtsniederlage im Vorjahr an gleicher Stelle etwas gutzumachen. Es war der erste Erfolg in Bamberg seit fünf Jahren." Während Don Bosco weiter auf Platz zehn verharrt, findet die DJK als Sechster den Anschluss ans Mittelfeld.

DJK:Scott (10 Punkte/3 Fouls), Merkl (9/3), Archer (7/0), Meißner (6/2), Aßheuer (5/2) Stych (5/5), Klughardt (4/1), Fritsch und J. Sailer (je 3/3), Stein (3/0) und Mötsch.

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