17.11.2019 - 20:07 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustädter Basketballer besiegen Jenas Bundesliganachwuchs klar

Es ist ein entspannter Basketballabend für die rund 330 DJK-Fans. In einem 84:46 (45:28)-Kantersieg überrennen die Neustädter Regio-Basketballer den Nachwuchs des Bundesligisten aus Jena. Eine klare Sache, die sich zuvor nicht andeutete.

Tobias Merkl (Mitte) war beim klaren Heimsieg gegen Jena Topscorer der Neustädter Basketballer.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Wie in der Vorwoche hatte DJK-Coach Stefan Merkl nur einen reduzierten Pool an Spielern zur Verfügung. Neben vier weiteren fehlten mit Aaron Scott, Lars Aßheuer und Yannik Stein gegen Science City Jena 3 zudem Akteure, die sich zuletzt stark präsentierten. „Es war spannend, welchen Kader wir zur Verfügung haben würden – ich wusste bis Samstagvormittag nicht genau, wer einsatzfähig sein würde“, sagte Merkl. Am Ende empfingen neun Neustädter den Tabellenzwölften der 2. Regionalliga Nord.

Dass die Gäste aus Thüringen mit Nachwuchs-Bundesligaspielern antreten würden, war sicher. Unklar war aber, ob nicht der eine oder andere höherklassige Spieler aus einem der anderen Teams des Bundesligisten die 17- und 18-Jährigen unterstützen würde. „Gott sei Dank hat es uns Jena einfach gemacht“, sagte der Neustädter Coach. Der Tabellenfünfte dominierte die Begegnung von Beginn an. Die Gäste setzten zwar ihre Systeme um, waren aber physisch und in den spielerischen Möglichkeiten unterlegen. Zudem war die DJK einfach zu zielstrebig und diszipliniert. „Wir wollten von Beginn an in der Verteidigung stabil vor dem Mann stehen. Das haben wir geschafft“, lobte Merkl. Den Gegner unter 50 Punkten zu halten, setzte ein deutliches Zeichen.

Doch auch offensiv blieben die Neustädter trotz der eindeutigen Kräfteverhältnisse konzentriert. „Ich muss da ein großes Lob an die Mannschaft aussprechen. Das Team hatte die Vorgabe, den Ball besser als zuletzt laufen zu lassen und den freien Mitspieler zu finden. Das haben wir auch sehr schön gemacht“, so Merkl.

Insbesondere die Rückkehrer Jojo Klughardt und Jonas Meißner sorgten für Druck. Die DJK erarbeitete sich gute Wurfpositionen und ließ im Zug zum Korb nicht nach. Da Neustadt die Zweikämpfe unter den Körben bestimmte, wichen die technisch gut ausgebildeten Thüringer auf die Flügel aus und versuchten, aus der Distanz zu punkten. Allen voran Oskar Franz. Der 16-jährige, 1,91 Meter große Small Forward war mit zwölf Punkten, davon vier Dreiern, bester Werfer der Gäste. Teilweise klappte das für Merkls Geschmack zu gut: „Kurzzeitig hatten wir kleinere Probleme wegen der Dreier, die Jena genommen hat – es waren ziemlich viele." Acht davon landeten im Neustädter Korb. Letztlich zu wenig, um die Hausherren ernsthaft zu gefährden. Zumal die DJK zur Halbzeit dem dann einen Riegel vorschob. "Da haben wir in der Defensive die Rotation etwas verändert und die Jungs haben das klasse umgesetzt", sagte Merkl. Der Vorsprung wuchs. Dass am Ende ein so hoher Sieg herauskam, war vor allem Ondrey Stych zu verdanken, der zu Hochform auflief und alle seine 16 Punkte im Übergang vom dritten zum vierten Viertel erzielte. Mit dem nie gefährdeten Erfolg rückt die DJK auf den vierten Tabellenplatz vor, Jena bleibt Zwölfter.

DJK: Merkl (20 Punkte/2 Fouls), Klughardt (17/0), Stych (16/3), Meißner (14/3), Fritsch (10/1), J. Sailer (4/1), Archer (3/2), Pöss (0/1) und Faderl

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