"Vollbesetzt wären die Dresden Titans 2 auch auswärts wohl eine machbare Aufgabe gewesen", erzählt Coach Stefan Merkl vor dem Abschlusstraining. Doch neben den länger verletzten Lars Aßheuer und Jojo Klughardt und Maksym Zolotarov fallen gegen den Tabellenfünften zudem Jakob Sailer, Liam Archer, Ondrej März (alle beruflich) und Vlady Krysl (privater Termin) aus.
Merkl stockt daher seinen Rest-Kader mit Jugendspielern auf: "Das Spiel der zweiten Herrenmannschaft wurde verlegt, wodurch auch noch Spieler aus dem Bezirksoberliga-Kader nachrücken können." Auch an der Line ist Neustadt ersatzgeschwächt, da Assistenzcoach Florian Vates fehlt. Denn Merkl wird sein Team als Spielertrainer begleiten.
"Mit dem dezimierten Spielerkader wird es sehr, sehr schwer, in Dresden Punkte zu machen und sie gleichzeitig unter 70 Punkte zu halten", befürchtet der Headcoach für die Begegnung am Samstag (ab 15 Uhr). "Ziel muss es sein die Titans zu schweren Würfen zu zwingen und die Rebounds zu sichern." Aufpassen müsse man dabei vor allem auf Leo Hoff (18 Punkte im Schnitt) und Clemens Weinmar (13), wobei man nie wisse, wen der Zweitligist gerade zuhause für seine Reserve noch plötzlich aus dem Zylinder zaubern kann. Das gesteckte Ziel ist laut Merkl daher lapidar: "Wir müssen uns einfach gut verkaufen."
Das müssen auch die Regio-Frauen am Samstag (Anwurf: 17.30 Uhr) gegen die ChemCats Chemnitz 2. Und noch mehr, denn ein Sieg gegen den Tabellennachbarn ist angesichts der Konstellation in der Liga quasi Pflicht. Die Stimmung und Motivation der Spielerinnen dazu stimmt aber. "Trotz dem schlechten Saisonstart hält das Team zusammen und kämpft mit Herzblut weiter", sagt Barbara Meier. "Die Mannschaft findet sich immer besser zusammen, hat in den letzten beiden Wochen an ihren mentalen Schwächen gearbeitet und eine neue Energie entwickelt. Damit hoffen wir, den ersten Saisonsieg einzufahren."
"Wir haben von den Spielen der letzten Wochen gelernt und werden Samstag unsere Stärken zeigen", ergänzt Pia Hauer. Der Schlüssel liegt in der Offensive, meint Steffi Heil: "Es gilt kühlen Kopf zu bewahren und kontrolliert, sicher und ruhig zu bleiben, egal ob sie Presse spielen oder nicht."
"Chemnitz ist ein junges Team, das mit viel Energie spielt. Wenn wir den gleichen Einsatz und das Zweikampfverhalten aus unserem letzten Spiel gegen Würzburg mitbringen, haben wir gute Chancen, unser erstes Spiel zu gewinnen", ist Coach Chris Sardgon zuversichtlich. Außerdem: "Wir spielen zu Hause, mit unseren Fans hinter uns. Ich hoffe, dass viele kommen, um uns zu unterstützen."



















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