10.11.2019 - 23:24 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Niners-Sieg gegen Neustadts Notaufgebot

Zehn Spieler hat Coach Stefan Merkl mit Müh und Not zusammenbekommen. Das reicht für die stark ersatzgeschwächten Neustädter Regiobasketballer in Chemnitz für ein achtbares Ergebnis. Aber nicht zum Auswärtssieg.

Den Umgang mit dem Spielgerät hat Vlady Krysl (am Ball) sichtlich nicht verlernt. Der eigentlich zurückgetretene Tscheche half bei der ersatzgeschwächten DJK in Chemnitz aus und war mit 15 Punkten Topscorer des Teams.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Jonas Meißner, Jojo Klughardt, Lars Aßheuer, Yannik Stein und die Sailer-Brüder - die Liste der verletzten, gesperrten und terminlich verhinderten DJK-Basketballer war am Samstag einfach zu lang. Der 80:67 (46:36)-Erfolg des Tabellenvorletzten der 2. Regionalliga Nord, Niners Chemnitz 2, war daher absolut verdient.

"Chemnitz ist sicherlich schlagbar. Es ist eine Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre, aber nicht in der Verfassung und nicht in der Rotation", analysiert Merkl am Sonntag. "Wir konnten gestern nicht gewinnen." Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Nach ausgeglichenem ersten Viertel erspielten sich die Hausherren einen Zehn-Punkte-Vorsprung, den sie letztlich bis zum Schluss verwalteten.

Chemnitz variabel und wurfstark

Der Aderlass bei der DJK war einfach zu groß. Ohne die Centerriege gelang es laut dem Neustädter Coach "in keinster Weise", die dominanten Big-Man Eduard Roschnafsky (17 Punkte) und Mario Nagler (15) zu verteidigen. Diese nutzten ihren physischen Vorteil auch für eine klare Reboundüberlegenheit. Außerdem zeigten die Sachsen ihre Gefährlichkeit aus der Distanz: "Chemnitz hat gegen unsere Zonenverteidigung einfach zu viel von Außen getroffen."

Der Grund: Im Gegensatz zur DJK konnten die "kleinen Niners" endlich einmal aus dem Vollen schöpfen und zeigen, dass ihr aktueller elfter Tabellenplatz das Potenzial des Teams kaum widerspiegelt. Da ihre Erste Mannschaft, aktuell Zweitliga-Tabellenführer, am Samstag nicht parallel spielte, liefen erwartungsgemäß alle Spieler, die zugleich im ProA-Kader stehen, gegen Neustadt auf. Um die Distanzschützen um den starken Leon Hoppe (15 Punkte) zu stoppen, fehlten dem Tabellenfünften einige seiner besten Verteidiger.

Vlady Krysl springt ein

Dafür schnürte überraschend Vladimir Krysl noch einmal die Basketballstiefel für die DJK. Der 38-jährige Tscheche, der seine aktive Karriere eigentlich Ende der vergangenen Saison beendete, sprang noch einmal ein und steuerte 15 Punkte, darunter drei Dreier und 4/4 Freiwürfen, bei. "Ein großes Danke, dass er mitgespielt hat", lobte Merkl. "Er war sicher nicht fit genug, hat uns aber trotzdem sehr geholfen."

Auch stimmte der Einsatz: "Die Spieler die dabei waren, haben viel probiert, aber man hat wenig Ballbewegung und deutliche Abstimmungsprobleme gesehen. Das ist bei einer neuen Rotation aber normal", so Merkl. "Am Ende hat auch etwas die Leidenschaft gefehlt, um das Spiel zu kippen. Wir waren bis kurz vor Schluss eigentlich auf vier bis acht Punkte dran." Mehr war aber an diesem Tag nicht drin.

DJK: Merkl und Krysl (je 15 Punkte/2 Fouls), Fritsch (11/2), Scott (10/5), Stych (7/3), Pöss (5/0), Archer (4/1), Wunderlich (0/2), Faderl, Mötsch.

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