12.02.2019 - 17:02 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Nur Sekunden fehlen zum Sieg

Zu acht den Tabellenzweiten beherrscht und in der Verlängerung unglücklich verloren. Neustadts Basketballer nehmen von ihrem Ausflug nach Bayreuth viel Anerkennung mit, aber keine Punkte.

Wie zuletzt gegen Leipzig (am Ball DJK-Captain Tobias Merkl) fehlen den Neustädter Basketballern auch beim designierten Vizemeister Bayreuth nur Kleinigkeiten zum Überraschungserfolg.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Der 72:82 (46:34; 70:70 vor Verlängerung)-Endstand stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Wie auch bei der knappen 77:81-Hinspielniederlage zeigte Neustadt am Sonntag gegen die TenneT young heroes - die Reserve von Bundesligisten medi Bayreuth - eine bärenstarke Leistung. Der Favorit wackelte, und nicht nur etwas. "Am Ende kann es an allem etwas gelegen haben - ein Freiwurf zu wenig, ein Turnover zu viel, ein paar Pfiffe zu wenig oder ein verlegter Korbleger zu viel. Aber das ist Basketball", sagte Stefan Merkl.

Der Headcoach der Neustädter war daher auch am Tag danach in seiner Bewertung des Spiels hin- und hergerissen. "Es war ein hartes Spiel für uns. Ich bin mega enttäuscht, aber auch unglaublich stolz auf unsere Jungs. Wir haben mannschaftlich überragend gespielt." Der Tabellenfünfte führte nach gutem Start (9:0) dank flüssigem Kombinationsspiel und starker Defensivarbeit in fremder Halle bis hinein in die Schlussminuten. "Obwohl wir nicht viel wechseln konnten, haben wir die beste erste Hälfte der Saison gespielt", so Merkl. Nach der Pause musste sein dezimiertes Team auch noch die Verletzung von Liam Archer (Sprunggelenk) verkraften. Mit zunehmender Spielzeit machte sich so die längere Bank der Oberfranken bemerkbar. Die Führung der DJK - zwischenzeitlich 16 Punkte (50:34) - schmolz.

"Wir hatten bereits in der zweiten Minute des Schlussviertels Teamfouls, auch unsere drei Großen waren foulbelastet", sagte der Trainer. Und dennoch hätten sieben Neustädter beinahe den Vorsprung ins Ziel gerettet. Beim Stand von 69:68 eroberte die DJK den Ball, Vladimir Krýsl wird nach schönem Cut zum Korb gefoult. Der Topscorer (24 Punkte) traf den ersten Freiwurf zum 70:68, verwarf aber den zweiten. Den Bayreuthern reichte bei noch sieben Sekunden auf der Uhr somit ein regulärer Korb zum Ausgleich. Und sie machten ihn: Mit einem sehr flachen Wurf rettete sich der Favorit in die Verlängerung.

"Ein Wurf wie ein Strich, es war unglücklich, dass er hineinging", bedauerte Merkl. "In der Overtime ging uns dann die Luft aus." Der Coach selbst bekam den Schlusspfiff nicht mehr mit, wurde nach zwei Reklamationen aus der Halle geschickt. Am Ende überwog für ihn aber die Freude über die gezeigte Leistung - und nicht nur die seines Teams: Ex-DJK-Spieler Nico Wenzl (22 Punkte) war Bayreuths bester Werfer. Die anderen Oberpfälzer, Lukas Pryszcz und Jevon Perschnick, blieben dagegen blass.

DJK: Krýsl (24 Punkte/4 Fouls), Meißner (18/4), Merkl (11/13), Stych (9/4), Archer (5/0), Sailer (3/2), Pöss (2/1) und Baier (0/2).

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