21.01.2019 - 21:34 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Regnitztaler Übermacht und Neustädter Behäbigkeit

Die Basketballer der DJK Neustadt unterliegen auswärts bei den Regnitztal Baskets. Nicht überraschend, bedenkt man, wie souverän der Tabellenführer auf Meisterschaft und Aufstieg zusteuert. Doch zwei Statistiken stimmen nachdenklich.

Pechvogel Vladimir Krýsl: Gegen Regnitztals schnelle Defensive, die ihn meist mit zwei Mann attackierte, konnte er sich nicht wie gewohnt (wie im Bild gegen Leipzig) durchsetzen. Der Tscheche blieb ohne Treffer.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Da war nicht viel zu machen. Beim Gastspiel der Neustädter Basketballer am Sonntag beim Tabellenersten Regnitztal Baskets widerfuhr ihnen das, was fast alle Teams in der 2. Regionalliga Nord erleben mussten: Der Nachwuchs von Brose Bamberg mit sechs Spielern aus dem Zweitligakader der Baunach Young Pikes war übermächtig. Das junge Team ließ der DJK keine Chance. 97:61 (58:30) lautete das Endergebnis in Strullendorf.

Trotz der gegenwärtigen Ausnahmestellung der Oberfranken, deren Heimvorteil und der eigenen Verletzten-Misere war DJK-Coach Stefan Merkl mit dem Spiel seines Teams unzufrieden. "Also zunächst ist es kein Beinbruch. Regnitztal ist so kein Maßstab in der Liga. Für niemanden", schickte der Trainer in seiner Analyse kurz nach der Partie voraus. "Die Spieler haben eine ungeheure Qualität, waren alle schneller, größer und treffsicherer. Es war unglaublich schwer, sie vor sich zu halten."

Doch sein Team habe seinen Teil zur Höhe der Niederlage beigetragen. "Wir haben vorne ohne Not den Ball weggeworfen und die Spieler haben sich in den Systemen zu wenig oder zu langsam bewegt", meinte Merkl. So hätten zumeist Anspielstationen und herausgespielte gute Wurfchancen gefehlt. "Unsere Probleme lagen in der Offensive. Wir hatten nicht ein Mal einen offenen Wurf. Die waren einfach viel schneller als wir in der Verteidigung."

Das Fehlen von Emmanuel Tarwoe, Yannik Stein, Sebastian Fritsch, Jakob Sailer und Daniel Wunderlich machte sich im Aufbau- und Kombinationsspiel des Tabellensiebten bemerkbar. Am deutlichsten war die mangelnde Durchschlagskraft beim bis dato besten Werfer der DJK in der laufenden Saison, Vladimir Krýsl, zu sehen: Der Tscheche, den die Regnitztaler konsequent verteidigten, blieb ohne Korberfolg. Auch gelang der DJK kein Dreier (Regnitztal: 14). Das Team um Mateo Seric und Felix Edwardsson (17 und 16 Punkte), durch die Niederlage von Verfolger Bayreuth beflügelt, zog im zweiten Viertel, das es 34:12 gewann, davon.

Dennoch deutete Neustadt mit dem gewonnenen dritten Viertel (18:15) an, warum sich Regnitztal beim Hinspiel gerade noch zu einem hauchdünnen Erfolg retten konnte. "Wir waren im dritten Viertel gut, weil wir selbst deutlich besser verteidigt haben - und dadurch zu Schnellangriffen kamen - und die jüngeren Regnitztaler manchmal den Ball weggeworfen haben." Auch spielte die DJK ihr Potenzial unter den Körben besser aus: "Gut war, dass die Großen, also Jonas (Meißner) und Lars (Aßheuer) nach ihrer Grippe wieder reingekommen sind. Jetzt müssen wir aber wieder stabiler werden - offensiv und defensiv", so Merkl. Das kommende Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Gotha sei ein Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf.

DJK: Meißner (16 Punkte/1 Fouls), Merkl (13/2), Bieber (8/3), Stych (8/2), Aßheuer (7/0), Webster (7/2), Pöss (2/0), Krýsl (0/5), Baier und Kurth (jeweils 0/1) und Archer.

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