18.02.2019 - 22:03 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Teamsieg gegen Tropics

Damit kann keiner rechnen. Aus einem schwachen Start der Neustädter Basketballer in die Partie gegen die TG Würzburg Tropics, der Schlimmes ahnen ließ, wird noch ein perfekter Abend.

Einfach überragend: Jonas Meißner (am Ball) ist von der Würzburger Defensive nicht zu halten.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Es war die Gelassenheit in der Spielgestaltung auch in der schwierigen Anfangsphase, die beeindruckte. "Wir sind als Einheit aufgetreten, haben viel kommuniziert. Es war mir auch wichtig, dass wir nicht auf Provokationen reagieren", sagte Gabriel "Gabi" Ionescu, der mit Marco Campitelli den beruflich verhinderten Headcoach Stefan Merkl vertrat, nach dem überzeugenden 81:65 (37:32)-Erfolg der DJK. Danach sah es aber ein Viertel lang überhaupt nicht aus.

Die favorisierten und gut besetzten Würzburger begannen gegen den Tabellensiebten aggressiv und führten verdient mit 18:11. Das erfahrene Team um Fabian Hockgeiger (19 Punkte) war sichtlich motiviert, sich für die Niederlage in der Hinrunde zu revanchieren. Bei der DJK hingegen war die Verletzungsmisere besonders auf der Aufbauposition spürbar. Neben den Langzeitausfällen Liam Archer, Yannik Stein und Emmanuel Tarwoe war auch Tobias Merkl nicht dabei. Allrounder Lukas Bieber, Rückkehrer Sebastian Fritsch und Mike Hawes (aus Campitellis BOL-Mannschaft) mussten es also richten. Letzterer brachte Neustadt zurück ins Spiel. Mit sieben seiner elf Punkte kurz vor Viertelende war die DJK wieder auf 18:20 heran.

"Die Spieler sind auch in der kritischen Phase locker geblieben. Mike hat uns da sehr geholfen", so Gabi Ionescu. "Auch Lukas und Sebastian. Aber beide konnten nicht trainieren. Um sie zu schonen, habe ich oft gewechselt." Mit Erfolg: Zur Halbzeit lag die DJK vor allem durch das herausragende Centerspiel Jonas Meißners und einem gut aufgelegten Ondrey Stych vorne. Ein Sonderlob Ionescus bekam Jakob Sailer, der viele Zweikämpfe bestritt und wichtige Rebounds holte. Das Kombinationsspiel lief, auch weil das Trainerduo aus dem Leistungszentrum Neustadts darauf achtete, dass das Team die spielerische Linie nicht verließ. Obwohl die Tropics um Spielertrainer Tobias Weigl dagegenhielten, machte die DJK mit einem 9:0-Lauf anfangs des Schlussviertels den Deckel drauf.

"Die TG war sehr stark, es war aber unser Vorteil, dass sie ohne echten Coach spielen mussten. Ein Zug ohne Lokführer. Andernfalls wäre es deutlich härter geworden", so Inonescu. Hier war die DJK im Vorteil: Das Duo Ionescu/Campitelli harmonierte auch beim zweiten Einspringen für Merkl. "Es war ein Sieg des ganzen Teams, auch die Zuschauer waren Wahnsinn", freuten sich beide.DJK:Meißner (21 Punkte/4 Fouls), Stych (17/2), Krýsl (11/3), Hawes (11/1), Fritsch (9/1), Bieber (8/3), Pöss (4/0), Sailer (0/5) und Baier (0/1).

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